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Schwimmen

Thorpe kehrt nicht zurück

SID
Ian Thorpe liegt derzeit in einer Klinik in Sydney
© getty

Der "Thorpedo" wird nicht mehr ins Wettkampfbecken zurückkehren. James Erskine, Manager des an einer schweren Infektion erkrankten australischen Schwimmstars Ian Thorpe, erklärte am Mittwoch in einem Fernsehinterview, dass die sportliche Karriere des fünfmaligen Olympiasiegers beendet sei.

"Nein, er wird keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Er wird nicht bei den Commonwealth Games sein, und er denkt auch nicht an eine Rückkehr zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio", sagte Erskine.

Der elfmalige Weltmeister Ian Thorpe, erfolgreichster Sportler der australischen Geschichte, liegt derzeit in einem Krankenhaus in Sydney, nachdem er sich bei einer Schulteroperation eine Infektion zugezogen hatte. Entgegen anders lautenden Presseberichten liege der 31-Jährige aber nicht auf der Intensivstation", sagte James Erskine.

Zwei große Operationen

Der Manager erklärte, dass die Karriere seines Schützlings alleine schon wegen der Schulterprobleme beendet gewesen sei. "Er hatte zwei große Operationen. Ich habe die Röntgenbilder gesehen, er hat Platten und Stifte eingesetzt bekommen. Er sieht aus wie eine bionische Figur."

Die erste Operation war nach einem Sturz in seinem Haus nötig geworden. "Der Eingriff ist nicht gelungen", sagte Erskine. Danach hatte sich Thorpe im Bankstown-Lidcombe Hospital wegen Depressionen behandeln lassen, nachdem er von der Polizei in der Nähe seines Elternhauses "benebelt" aufgegriffen worden war. Anschließend folgte die zweite Schulter-OP. Dabei zog sich Thorpe die Infektion zu.

Gescheitertes Comeback

Besonders sein Scheitern beim Versuch eines Comebacks machte Thorpe offenbar zu schaffen. Der vor dem Auftauchen von Michael Phelps unumstrittene Superstar der Schwimmszene war 2006 zurückgetreten, hatte aber 2011 nach fünfjähriger Pause seine Rückkehr ins Becken angekündigt. Ziel war ein Start in London, es wären seine dritten Sommerspiele gewesen. Bei den Trials scheiterte der Freistilspezialist allerdings deutlich.

Ian Thorpe ist in Australien einer der beliebtesten Sportler der Geschichte. Das ganze Land nahm Anteil an der seelischen Erkrankungen seines Idols.

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