Radsport

Viermaliger Tour-Sieger Chris Froome verlässt Ineos

SID
Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome wird seinen Rennstall Ineos am Jahresende verlassen.

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome (Großbritannien) wird seinen Rennstall Ineos am Jahresende verlassen. Das teilte das Team am Donnerstag mit. Laut BBC wechselt Froome zum Rennstall Israel Start-Up Nation.

"Chris war seit Beginn bei uns. Er ist ein großer Champion und wir haben viele tolle Momente über die Jahre zusammen erlebt, aber ich glaube, das ist die richtige Entscheidung für das Team und für Chris", sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford.

Froome war 2010 zum damaligen Team Sky gewechselt und feierte mit der britischen Equipe seine größten Erfolge. Zwischen 2013 und 2017 triumphierte Froome viermal bei der Frankreich-Rundfahrt, 2011 und 2017 feierte er den Gesamtsieg bei der Vuelta.

Das Triple der großen Landesrundfahrten machte er 2018 mit dem Triumph beim Giro d'Italia perfekt. Seit April 2019 firmiert das Team unter dem Namen Ineos.

"Es war ein phänomenales Jahrzehnt mit dem Team, wir haben zusammen so viel erreicht und ich werde die Erinnerungen immer schätzen", sagte Froome: "Ich freue mich auf neue Herausforderungen in der nächsten Phase meiner Karriere." Bei der wegen der Coronakrise verschobenen Tour de France 2020 (29. August bis 20. September) ist Froome aber nochmals für Ineos vorgesehen.

Chris Froome nicht mehr die Nummer eins bei Ineos

Zuletzt hatte Froome seine langjährige Rolle als Nummer eins im Team eingebüßt. Im vergangenen Jahr gewann Teamkollege Egan Bernal (Kolumbien) die Tour, nachdem Fromme infolge eines schweren Verkehrsunfalls seinen Start absagen musste.

Bereits 2018 hatte Froome bei der wichtigsten Rundfahrt der Welt gegenüber seinem walisischen Stallgefährten Geraint Thomas das Nachsehen. Während Bernal mit 23 Jahren die Zukunft noch vor sich hat, befindet sich Froome bereits auf der Zielgeraden seiner Karriere.

Bei Israel Start-Up Nation kann sich Froome seiner Kapitänsrolle sicher sein. Dort trifft er auch auf ein deutsches Trio: Andre Greipel (Rostock), Rick Zabel (Unna) und Nils Politt (Köln).

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