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Radsport

Boonen gewinnt Paris-Roubaix

SID
Tom Boonen war bei Paris-Roubaix eine Klasse für sich
© Imago

Der belgische Ex-Weltmeister Tom Boonen hat mit einer beeindruckenden Solo-Vorstellung nach 259 km den Frühjahrs-Klassiker Paris-Roubaix gewonnen

Damit hat Boonen seinen Vorjahressieg in der Hölle des Nordens wiederholt. Der Quickstep-Kapitän machte seinen dritten Roubaix-Sieg nach 2005 und 2008 nach 6:15:53 Stunden und mit 45 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Filippo Pozzato (Katuscha) perfekt.

Dritter mit 1:17 Minuten Rückstand wurde Cervelo-Profi Thor Hushovd aus Norwegen. Mitfavorit Heinrich Haussler aus Cottbus hatte auf den letzten 30 km den Anschluss verloren. Der Deutsch-Australier landete 3:13 Minuten zurück auf dem siebten Rang.

Haussler verpasst heuer erstmals Podest-Platz

Damit verfehlte er nach zweiten Rängen bei Mailand-San Remo und der Flandern-Rundfahrt erstmals bei der Frühjahrs-Klassikern dieser Saison einen Platz auf dem Podest. Hushovd sorgte aber dafür, dass das Schweizer Cervelo-Team erneut auf dem Treppchen vertreten war.

Einziger deutscher Sieger in Roubaix ist bislang der Münchner Josef Fischer, der 1896 die Premiere des ältesten Klassikers der Welt gewann. Boonen drehte bei der Königin der Klassiker nach 27 Kopfsteinpflaster-Passagen (52,9 km) zwischen Compiegne nahe Paris und dem Ziel im Radstadion von Roubaix im Finale auf.

Tosender Beifall für Boonen

Auf den letzten 15 km hängte der Klassiker-Spezialist die Konkurrenz ab und fuhr unter tosendem Beifall die letzte Runde im Roubaix-Velodrom allein. Überschattet wurde das Rennen von einem Motorradunfall. Bei dem Crash rund 60 km vor dem Ziel nahe Orchies waren zehn Zuschauer verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Die Verletzten wurden mit zwei Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht, rund zwölf Feuerwehr-Fahrzeuge waren unmittelbar vor Ort. Bei dem Unfall eines Begleit-Fahrzeuges der Veranstalter war der Fahrer mit seinem Motorrad in die Zuschauermenge am Straßenrand gerast.

Am hohen Tempo der Rennfahrer orientiert

Der Unglücksfahrer hatte sich am hohen Tempo der Pedalisten orientiert. Das Rennen war zu diesem Zeitpunkt in seine entscheidene Phase gegangen, nachdem eine elfköpfige Ausreißergruppe um den Münchner Andreas Klier (Cevelo) rund vier Minuten Vorsprung herausgefahren hatte.

Den berüchtigten Wald von Arensberg erreichte der US-Profi Gregory Henderson vom T-Mobile-Nachfolgeteam Columbia als Erster. Da die Verfolger Druck machten, schmolz der Vorsprung der Spitzengruppe dort auf zwei Minuten. Rund 70 km vor dem Ziel schloss das Hauptfeld auf.

Paris-Roubaix: Das Klassement

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