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Radsport

Armstrong wird gefeiert und belegt Platz zehn

SID
Lance Armstrong wird im März den Klassiker Mailand-San Remo bestreiten
© sid

Lance Armstrong wurde zum Auftakt der Kalifornien-Rundfahrt von den Fans gefeiert. Der Rückkehrer startete mit Rang zehn in sein Heimspiel. Es siegte Fabian Cancellara.

Selbst Terminator Arnold Schwarzenegger ließ sich das spektakuläre US-Comeback des Tour-Minators Lance Armstrong nicht entgehen. Der Gouverneur Kaliforniens staunte nicht schlecht, als er die Begeisterung hautnah miterlebte.

100.000 waren gekommen, um den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Armstrong beim Prolog rund ums Capitol der Landeshauptstadt Sacramento zu sehen - und feierten den 37-jährigen Texaner frenetisch.

Armstrong von Begeisterung überrascht

Drei Wochen nach der Rad-Rückkehr in Australien war Armstrong vom Enthusiasmus seiner Landsleute bei der Kalifornien-Rundfahrt beeindruckt.

"Ich war in Australien schon überrascht, aber das hier überrascht mich noch mehr. Ich bin froh, hier zu sein und dankbar für die Unterstützung."

Als Zehnter 4,3 Sekunden Rückstand auf Rang eins

Letztmals hatte Armstrong vor vier Jahren bei der Georgia-Tour ein wenig beachtetes Etappenrennen in den USA bestritten, nun elektrisiert er in Kalifornien die Massen.

"Die Begeisterung der Menschen ist unglaublich, aber ich bin noch mehr begeistert", sagte Armstrong, der auch mit seiner Leistung zufrieden war.

Das 3,9-km-Einzelzeitfahren auf dem schnellen Flachkurs in Santa Rosa beendete er auf dem zehnten Platz mit 4,3 Sekunden Rückstand auf den Schweizer Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara, der wie im Vorjahr den Prolog gewann.

"Ich wollte einen Platz unter den besten 10 oder 15. Das hat geklappt. Ich fühle mich richtig gut", sagte Armstrong.

Teamkollege Leipheimer: "Er fühlt sich wie ein Neuprofi"

Dabei hatte sich der einstige Straßenweltmeister gar nicht speziell auf den Kampf gegen die Uhr vorbereitet. "Meine Platzierung ist eine Sensation, weil ich dafür nicht trainiert habe. Wir haben die Sitzposition am Rad verändert, so konnte ich die Neuerung heute erstmals testen", sagte Armstrong, der als 130. Fahrer im 136-köpfigen Teilnehmerfeld von der Rampe gefahren war.

Dass der Ex-Weltmeister auch von den Zuschauern beflügelt wurde, glaubt sein Teamkollege Levi Leipheimer. "Er ist richtig begeistert. Er fühlt sich wie ein Neuprofi, achtet auf jedes Detail", sagte der Astana-Kapitän, der den Armstrong-Effekt als "positiven Faktor für den Radsport" bewertet. Leipheimer war beim Prolog 1,2 Sekunden hinter Cancellara Zweiter geworden.

Comeback von Dopingsünder Landis kaum beachtet

Beim Rummel um Armstrong, dessen Hauptziele in diesem Jahr der Giro d"Italia und die Tour de France sind, gingen die Saisonstarts anderer einst schillernder Radstars geradezu unter.

Dazu gehörte das Comeback von Floyd Landis, der nach verbüßter Dopingsperre sein erstes Etappenrennen bestreitet. Der wegen Dopings nachträglich entthronte Tour-de-France-Sieger von 2006 fuhr mit 20,4 Sekunden Rückstand auf den 90. Platz, wobei ihm die Folgen einer Sturzverletzung aus dem Training vom Vortag zu schaffen machten.

Auch Basso und Hamilton am Start

Die ehemals gesperrten Ivan Basso (Italien/16,2) und Tyler Hamilton (USA/16,09), der einst mit Landis Armstrongs Tour-Helfer war, landeten ebenso im Hinterfeld wie Tour-de-France-Sieger Carlos Sastre (Spanien/25,7).

Dagegen platzierten sich Grischa Niermann (Hannover/11,1) und Jens Voigt (Berlin/14,3), die beiden einzigen Deutschen bei der neuntägigen Rundfahrt, in der vorderen Gruppe.

Der Radsport-Kalender 2009 im Überblick

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