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Leichtathletik

Farah nur Achter

SID
Mo Farah ging in London das erste Mal bei einem Marathon an den Start
© getty

Am Marathon-Großkampftag der Leichtathleten musste Doppel-Olympiasieger Mo Farah bei seinem viel beachteten Debüt im heimischen London kleine Brötchen backen.

Am Marathon-Großkampftag der Leichtathleten musste Doppel-Olympiasieger Mo Farah bei seinem viel beachteten Debüt im heimischen London kleine Brötchen backen. Der 31-Jährige kam beim Sieg von Weltrekordler Wilson Kipsang in 2:08:21 Stunden nur als Achter ins Ziel.

Der Kenianer stellte in 2:04:29 Stunden einen Streckenrekord auf. Beim Rotterdam-Marathon gewann sein Landsmann Eliud Kipchoge in 2:05:00. In Wien sorgte unterdessen die deutsche Nachwuchshoffnung Anna Hahner mit ihrem Sieg in 2:28:59 Stunden für eine faustdicke Überraschung.

Alle Augen waren am Sonntag aber auf Mo Farah gerichtet, der erstmals auf die 42,195 km lange Strecke ging. Am Ende trennten ihn 3:52 Minuten vom Sieger. Ob sich Farah nun für die Olympischen Spiele 2016 in Rio auf den Marathon konzentrieren wird, scheint nach dem Premierenlauf fraglich.

Landesrekord knapp verpasst

Den Landesrekord verpasste das Gesicht der britischen Leichtathletik um 66 Sekunden. Farah verlor zudem das Fernduell mit Äthiopiens Läuferstar Kenenisa Bekele klar, der am vergangenen Sonntag in Paris bei seinem ersten Marathon als Sieger in 2:05:03 Stunden geglänzt hatte.

Entsprechend ernüchtert zeigte sich Farah: "Ich habe alles gegeben, aber ich bin enttäuscht, dass ich den Zuschauern nicht das gegeben habe, was sie verdienen."

Farah: "Ich werde zurückkommen"

Farah machte allerdings deutlich, dass sein erster nicht sein letzter Marathon gewesen sein soll: "Es war ganz schön hart, aber es war auch eine wertvolle Erfahrung. Das Leben geht weiter, und ich werde zurückkommen."

Das mit zahlreichen weiteren Weltklasseläufern wie Weltmeister und Olympiasieger Stephen Kiprotich (Uganda) sowie dem zweimaligen New-York-Sieger Geoffrey Mutai (Kenia) besetzte Feld wurde durch das sehr hohe Tempo der Pacemaker um den früheren Weltrekordhalter Haile Gebrselassie (Äthiopien) bereits auf den ersten Kilometern auseinander gezogen.

Entscheidung bei Kilometer 33

Farah blieb seiner Vorankündigung treu, nicht zu schnell anzugehen und lief in der zweiten Gruppe sein eigenes Tempo, während der 40-jährige Gebrselassie mit Blick auf den Hamburg-Marathon in drei Wochen bereits vor der Halbmarathon-Marke ausstieg.

Die Vorentscheidung fiel bei Kilometer 33, als sich Kipsang und sein Landsmann Stanley Biwott mit einer Tempoverschärfung absetzten. Mit einem abermaligen Antritt auf den letzten zwei Kilometern distanzierte Kipsang seinen Mitstreiter, der mit 26 Sekunden Rückstand Zweiter wurde.

Der Sieg bei den Frauen ging an die zweimalige Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat aus Kenia in 2:20:21 Stunden. Tirunesh Dibaba (Äthiopien), dreimalige Olympiasiegerin auf der Bahn, belegte bei ihrem Marathon-Debüt den dritten Platz (2:20:35).

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