Boxen

Boxen - Wladimir Klitschko: "Ich habe Axel Schulz viel zu verdanken"

SID
Wladimir Klitschko (l.) und Axel Schulz boxten 1999 um die Europameisterschaft.

Box-Ikone Wladimir Klitschko hat in einem Interview erklärt, dass der Kampf gegen Axel Schulz am 25. September 1999, also heute vor 20 Jahren, für seine Karriere in Deutschland enorm wichtig gewesen ist. "Ich habe Axel viel zu verdanken", sagte Klitschko der Bild.

Der heute 43-Jährige kämpfte 1999 in Köln gegen Schulz um die Europameisterschaft. Für Klitschko war es der erste große Fight überhaupt und damit der Beginn seiner unglaublichen Karriere. Er gewann vor 10,5 Millionen TV-Zuschauern durch technischen K.o. in der achten Runde.

"Es war mein erster Kampf vor mehr als zehn Millionen TV-Zuschauern, meine erste Börse mit mehr als einer Million D-Mark. Und Axel war der Liebling der Deutschen. Ich weiß nicht, ob meine Karriere gerade in Deutschland so gelaufen wäre ohne den Kampf von Köln", erklärte Klitschko.

Klitschko: Joshua-Fight als Chance

Der frühere Schwergewichts-Champion äußerte sich außerdem zum viel kritisierten WM-Kampf seines Bezwingers Anthony Joshua und Champion Andy Ruiz jr. in Saudi-Arabien.

"Sicher, Saudi-Arabien steht in der Kritik. Aber wie sagte Nelson Mandela: 'Der Sport hat die Kraft, die Welt zum Guten zu verändern.' Ich hoffe, ein Weltereignis wie die Box-WM hilft den Menschen dort, freier leben zu können", sagte Klitschko.

Am 7. Dezember will Großbritanniens Box-Aushängeschild Joshua in Diriyya, einem Vorort der Hauptstadt Riad, die WM-Gürtel der Weltverbände WBA, IBF und WBO zurückerobern, die er am 1. Juni in New York gegen Ruiz so überraschend verloren hatte. Damals war der US-Amerikaner Ruiz lediglich als Ersatzkämpfer eingesprungen und gewann schließlich durch technischen K.o. in der siebten Runde.

Der Schwergewichts-Rückkampf zwischen Joshua, der Klitschko 2017 in den Ruhestand geschickt hatte, und Ruiz war vertraglich vereinbart, ordentlich Gegenwind gibt es trotzdem. So wirft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dem autoritären Regime vor, sein "stark angeschlagenes Image über den Sport reinzuwaschen."

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