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Boxen

US-Senatoren wollen Gesetz gegen Box-Betrug

SID
Manny Pacquiao war der überlegene Mann gegen Bradley (l.), verlor aber nach Punkten
© Getty

Nach der umstrittenen Punktniederlage von Box-Superstar Manny Pacquiao im Kampf gegen Underdog Timothy Bradley haben zwei US-Senatoren einen Gesetzesvorschlag vorgebracht, der mögliche Betrugsfälle früher erkennen und stärker ahnden soll.

Den Kernpunkt der Initiative soll dabei eine neugegründete Kommission bilden, die eng mit den zuständigen, bereits existierenden Organisationen sowie Boxern, Promotern und Managern auf allen Ebenen zusammenarbeiten soll.

"Der Fall Pacquiao ist der letzte Beweis für Fans, die berechtigtes Misstrauen in die Integrität des Sports haben", sagte Arizonas Senator John McCain. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner von 2008, der während seiner Zeit auf der Marineakademie selbst boxte, berief sich auf Sportschreiberlegende Jimmy Cannon, der Boxen einst als "Rotlichtviertel des Sports" bezeichnet hatte.

In den Vereinigten Staaten war nach Pacquiaos überraschendem Verlust des Weltergewichts-Titel (WBO) eine Debatte über die Integrität des Sports entflammt. Der Filipino unterlag in Las Vegas dem US-Amerikaner Bradley nach zwölf Runden umstritten mit 2:1-Richterstimmen (115:113, 115:113 und 113:115) und kassierte damit seine erste Niederlage nach sieben Jahren.

Pacquiao galt bei zahlreichen Experten Gewichtsklassen-übergreifend als bester Boxer der Welt. Er hatte für den Kampf eine garantierte Börse von 26 Millionen Dollar erhalten. Vertraglich ist ein Rückkampf mit Bradley festgelegt.

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