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Boxen

Hatton: Koks statt Comeback

Von Bärbel Mees
Für Ricky Hatton wird es wohl keine Rückkehr mehr in den Boxring geben
© Getty

Ricky Hatton schockiert seine Fans mit einem Koks-Video, Evander Holyfield hat sich dem Pokern verschrieben und Mike Tysons größter Fehler hängt mit Tupac zusammen. Shannon Briggs hat derweil ein Flugticket für einen Gürtel gebucht. Ring frei für die Boxer-Shorts.

Der perfekte Schwiegersohn

Wladimir Klitschkos Titelverteidigung gegen Samuel Peter war mehr als ungefährdet - und hat vor allem einen beeindruckt: Skip Panettiere, den Vater von Wladimirs Freundin Hayden.

"Wladimir ist ein toller Typ. Ich mag ihn sehr. Er ist der perfekte Bodyguard für meine kleine Hayden", erklärte der stolze Papa in der "BamS". Hayden selbst feuerte ihren Freund mit einem Schlachtruf a la "Go out and get him, Superman!" an und meinte nach dem Kampf: "Ich bin so stolz auf ihn."

Der größte Fehler seines Lebens

Und mal wieder eine Neuigkeit über Mike Tyson. Auf die Frage, was er in seinem Leben am meisten bereute, antwortete er allen Ernstes: "Ich habe nie mit Tupac gekifft. Er hat es mir oft angeboten, aber ich habe immer Nein gesagt. Das bereue ich am meisten."

Ricky Hatton hat fertig

Der ehemalige Weltmeister Ricky Hatton hat endgültig fertig - und zwar in jeglicher Hinsicht. Boxerisch, da er erst letztens ein paar Wochen im Trainingslager war und sich nicht mehr so gut gefühlt hat wie früher. Und gesundheitlich, denn Hatton hat die letzten Jahre fleißig gekokst und getrunken.

Das kam nun endgültig ans Licht - und sorgte in seinem Umfeld für große Aufregung. Boxerin Emma Bowe erzählte der "News of The World": "Ich rede nur deshalb über diese Geschichte, weil Ricky derzeit eine Gefahr für sich selbst darstellt. Wenn er so weiter macht, wird er sich noch umbringen".

Und Rickys Vater erläuert im "Guardian": "Ricky wollte immer allen gefallen, nicht nur seiner Familie, sondern auch seinen Fans. Wenn er einen Kampf verlor, hatte er das Gefühl, alle im Stich gelassen zu haben. Er wurde immer depressiver. Er trank immer mehr und mehr." Mittlerweile hat er sich in eine Klinik einweisen lassen.

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten?

Jean Pascals Promoter Yvon Michel zumindest kann die Adventszeit kaum noch abwarten, denn er plant für Dezember einen Fight zwischen seinem Schützling und Box-Dinosaurier Bernard Hopkins. "Es sieht nach einem Weihnachtsgeschenk für die Box-Fans aus. Ich warte eigentlich nur noch auf die Verträge, um die Verhandlungen abzuschließen", gab Michel auf "fightnews.com" bekannt.

"Jean hätte mit seinem nächsten Kampf auch bis zum Frühling warten können, denn er hätte sich nach der harten Vorbereitung auf den Fight gegen Chad Dawson eine Auszeit verdient gehabt, doch er ist heiß darauf, wieder in den Ring zu steigen und gegen Hopkins zu kämpfen. Er möchte gegen die Besten seiner Gewichtsklasse antreten." Erst im August hatte Pascal Dawson besiegt, der wiederum Tomasz Adamek dessen einzige Niederlage zufügte.

Denis Boytsov is back

Das Schwergewichts-Talent Denis Boytsov hatte sich einer Hand-Operation unterzogen und ist nun wieder bereit für das Training bei Arthur Grigorian.

"Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Daher waren die letzten Monate für mich sehr schwierig. Heute ist ein guter Tag. Es hat sich gleich besser angefühlt als vorher. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt. Ich will wieder in den Ring zurück. So bald es geht. Aber ich muss meinen Ehrgeiz noch bremsen", sagte der Universum-Boxer auf "boxing.de".

Neues von Evander Holyfield

Die "schlanke, grüne Kampfmaschine", die erst letztens verkündete, erst gegen Sherman Williams und anschließend gegen Witali Klitschko kämpfen zu wollen, vertreibt sich die Zeit bis dahin mit Pokern.

Beim "Poker in the Park"-Turnier in London war Holyfield zumindest schon mal dabei. Resultat: unbekannt. Aber wie der 47-Jährige selbst sagt: "Mental sind Boxen und Pokern dasselbe." Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Sebastian Sylvester auf Abwegen

Zumindest kurzzeitig, denn der 30-jährige Weltmeister stattete der JVA Neubrandenburg einen Besuch ab. Mit 40 Häftlingen absolvierte er nicht nur sein Trainingsprogramm, sondern diskutierte auch über Themen wie Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.

"Wenn man einen Gegner aufgrund seiner Herkunft oder anderer Merkmale unterschätzt, ist das schon der Anfang vom Ende", erzählte Sylvester der "Bild". Und weiter: "Sport vereint Menschen unterschiedlicher Kulturen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl."

Außerdem äußerte er am Ende noch einen Wunsch: "Ich hoffe, wir sehen uns wieder. Aber nicht hier im Gefängnis, sondern bei einem meiner nächsten Box-Kämpfe..."

Flugticket für einen Gürtel

Selbstsicherheit ist der Weg zum Sieg, dachte sich Shannon Briggs und fing schon mal mit dem Trash Talk an. "Für den WM-Gürtel werde ich einen First-Class-Sitz im Flieger zurück nach Amerika buchen. Ich knocke diesen Dr. Eisenfaust aus", kündigte der nächste Gegner von Witali Klitschko an.

"Ich brauche keine Waffe. Ich bin eine Waffe. Seht meinen Körper an." Klitschko aber ließ sich nicht beirren. "Mann, entspann dich. Wir sind hier nicht beim Bodybuilding-Wettbewerb. Hoffentlich kriegst du deine Arme lang genug hoch", konterte der Weltmeister in der "Bild".

Pechsträhne bei Mayweather

Für Floyd Mayweather Jr. läuft es derzeit nicht so ganz rund. Erst das ewige Hickhack mit Manny Pacquiao und nun wurde er auch noch verhaftet. Der Grund: Er soll seiner Ex-Freundin ein iPhone geklaut haben.

Die hatte zuvor gegen ihn außerdem noch eine Anzeige wegen eines gewalttätigen Übergriffes erstattet. Inzwischen ist Mayweather wieder auf freiem Fuß, doch um die Anhörung am 9. November wird er nicht drum herum kommen.

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