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Basketball

Titel "dahoam": Bayern München gewinnt Basketball-Pokal gegen Alba Berlin

SID
Bayern München gewinnt den deutschen Basketball-Pokal. Es ist der erste Titel seit 2019 und der Grundstein auf dem Weg zum erhofften zweiten Double nach 2018.

Bayern München gewinnt den deutschen Basketball-Pokal. Es ist der erste Titel seit 2019 und der Grundstein auf dem Weg zum erhofften zweiten Double nach 2018.

Im Mittelkreis bildeten die Basketballer der Bayern eine Jubeltraube und hüpften auf und ab, Trainer Andrea Trinchieri hatte Probleme, jeden einzelnen zu beglückwünschen. Nach einer historischen Leistung in der EuroLeague haben die Münchner "dahoam" in einem packenden Finale den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) gewonnen. Die Gastgeber schlugen Double-Gewinner Alba Berlin 85:79 (41:39) und setzten damit zugleich ein Zeichen vor den am Mittwoch beginnenden Play-offs um die deutsche Meisterschaft.

"Es fühlt sich extrem geil an", sagte Nationalspieler Paul Zipser, Topscorer der Bayern (18 Punkte), bei MagentaSport: "Für mich persönlich war es auch einen offene Rechnung, weil wir das hier auch schon mal verloren haben." Es sei großartig, "hier zu Hause das Ding zu gewinnen. Von Anfang an haben wir alle alles gegeben." Als MVP wurde Vladimir Lucic ausgezeichnet.

Die Bayern lagen aufgrund miserabler Wurfausbeute im ersten Viertel bereits mit 15 Punkten zurück (14:29/10. Minute), starteten dann aber eine Aufholjagd und gingen durch zwei verwandelte Freiwürfe von Lucic zum Halbzeitstand von 41:39 erstmals in Führung. "Wir sind unheimlich gut zurückgekommen", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer in der Pause bei MagentaSport, "das zeigt den Charakter unserer Mannschaft."

Nach der Pause war es ein offenes Spiel, in dem sich die Bayern dann aber einen Vorsprung von bis zu zehn Punkten erarbeiteten und den Schlussspurt der Berliner mit ganz viel Mühe überstanden. Aufseiten der Bayern überzeugte vor allem Nationalspieler Zipser. Treffsicherster Berliner war Jayson Granger (17 Punkte).

Dritter Pokalsieg für Bayern München

Für die Münchner ist es seit dem Aufstieg der erste Titel, den sie zu Hause holten. Als Gastgeber im Audi Dome hatten sie 2016 gegen Alba das Pokalfinale verloren (65:67), im Vorjahr schieden sie beim Endturnier um die deutsche Meisterschaft in der eigenen Halle im Viertelfinale aus: Wieder verließen am Ende die Berliner das Parkett als Sieger. Nun stoppten die Bayern den Rivalen auf dessen Weg zum elften und damit Rekordsieg im Pokal und feierten ihren dritten Erfolg in diesem Wettbewerb.

Die Münchner haben damit zugleich den Grundstein für ihr zweites Double nach 2018 gelegt, damals gewannen sie die Finalserie um die Meisterschaft gegen Alba mit 106:85 im entscheidenden fünften Spiel. Im Viertelfinale der Play-offs treffen die Münchner als Viertplatzierter der Vorrunde auf die Hakro Merlins Crailsheim, Alba spielt als Tabellenzweiter gegen die Towers aus Hamburg. Ein erneutes Duell der Rivalen ist im Finale möglich.

Die Bayern hatten die Hoffnung vom ersten Titelgewinn in eigener Halle in einem Halbfinal-Krimi erhalten - der zudem nicht ohne Nachspiel geblieben war. Nach dem 104:102 (84:84, 49:36) nach zweimaliger Verlängerung gegen ratiopharm Ulm legten die Verlierer Protest ein, weil der Münchner Wade Baldwin gegen Ende der zweiten Overtime trotz seines fünftes Fouls kurz weiterspielte. Der Protest wurde abgewiesen, da das Kampfgericht den Ausschluss nicht bekanntgegeben hatte.

Wesentlich deutlicher war der Sieg von Alba im Halbfinale: Die Berliner kamen zu einem 112:96 (55:49) gegen die BG Göttingen. Zwei Coronafälle bei den Niedersachsen hatten vier Wochen zuvor zur Absage und der Verschiebung des Finalturniers gesorgt.

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