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Basketball

"Ich bin einfach Maxi Kleber"

SID
Maximilian Kleber (r.) spielt mittlerweile in der spanischen Liga
© imago

Maximilian Kleber kommt aus Würzburg, ist Nationalspieler, groß gewachsen und wird als Power Forward eingesetzt - die Vergleiche mit Superstar Dirk Nowitzki ist der 22-Jährige gewohnt.

Kleber kennt die Frage. Sie nervt ihn nicht, der 22-Jährige versteht den Gedanken nur zu gut.

"Ich bin aus Würzburg, relativ groß und werfe gerne. Von daher kommen die Vergleiche zwangsläufig", sagte der Nationalspieler dem "SID". Die Parallelen zu Superstar Dirk Nowitzki sind eben einfach nicht zu übersehen.

Maxi Kleber im SPOX-Interview: "Bamberg? Kein Risiko eingehen"

Kleber kann damit leben, als "Newitzki" sieht er sich aber nicht. "Es ist klar, dass man da nicht rankommen kann. Ich bin einfach Maxi Kleber", stellt die Nachwuchshoffnung klar - am Kapitän der Dallas Mavericks will er sich nicht messen lassen. "Eine ganz eigene Klasse" sei der NBA-Champion von 2011.

Während Nowitzki mit 36 schon auf die Zielgerade seiner Karriere eingebogen ist, steht Kleber noch ziemlich am Anfang. In der Saison 2009/10, erst zehn Jahre nach dem Abschied des "German Wunderkind", gab Kleber sein Debüt in Würzburg. Nun lässt auch er seine Geburtsstadt hinter sich.

Neues Kapitel in Spanien

"Es wird aufregend", blickt der Jung-Nationalspieler in die Zukunft. Nach fünf Jahren bei den s.Oliver Baskets und dem Abstieg in die 2. Liga kehrt er seinem Heimatverein den Rücken. Es geht zu Obradoiro CAB, spanischer Erstligist aus Santiago de Compostela in Galicien ganz im Westen des Landes.

Auf Kleber wartet das nächste Kapitel. Er ist erstmals weg von zu Hause, Veränderungen stehen an. "Es ist eine ganz neue Erfahrung für mich", sagt Kleber und freut sich auf ein "spannendes Jahr".

Deutsche Vereine bemühten sich vergeblich um ihn ("Es gab auch interessante Angebote aus der Bundesliga"), die Entscheidung für das Ausland fiel ganz bewusst: "Dadurch, dass ich nur einmal die Woche spiele, habe ich in Spanien die Möglichkeit, zu regenerieren." In jüngster Vergangenheit war er immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden.

Im besten Fall funktioniert Obradoiro als Sprungbrett in die ganz große Basketball-Welt. Wie für die meisten seiner Altersgenossen ist Nordamerika das Ziel. "Die NBA ist natürlich immer noch der Traum. Wenn es klappt, dann freue ich mich riesig", gibt Kleber zu. Der Power Forward (wie Nowitzki) will noch nicht so weit denken. "Erstmal ist das nächste Jahr wichtig. Alles was danach kommt, ist noch offen."

Kleber folgt Pleiß

Kleber folgt Tibor Pleiß (24) nach Spanien. Der Center war 2012 nach Vitoria gegangen, künftig spielt er für den europäischen Spitzenklub FC Barcelona.

Da Pleiß erst nach wochenlangen Verhandlungen bei Barca landete, fehlt er in der laufenden EM-Qualifikation. Kleber erlebt derweil seinen ersten Sommer mit der Nationalmannschaft und überzeugte zuletzt beim Sieg in Österreich (77:64) als Topscorer (20 Punkte).

"Es macht super viel Spaß mit dem Team. Es hilft mir auch weiter im Basketball", sagt der Neue. Seine Aufgabe sei denkbar einfach: "Ich bin noch einer der Jüngeren hier. Meine Rolle ist es, mein Bestes zu geben."

Kleber, im Frühjahr erstmals ins Allstar-Team der Bundesliga gewählt, steht inzwischen stärker als früher in der Öffentlichkeit. Zum Nowitzki-Vergleich muss er sich aber immer seltener äußern: "Mittlerweile hat es sich gelegt."

Maximilian Kleber im Steckbrief

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