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Basketball

Oldenburg gewinnt Basketball-Krimi

Von Marco Heibel
Die Oldenburger um Julius Jenkins durften sich nach einer spektakulären Aufholjagd zu Recht freuen
© getty

Im dritten Spiel der Playoff-Halbfinalserie haben die den EWE Baskets Oldenburg mit dem ersten Heimsieg der Serie einen riesigen Schritt Richtung Finale gemacht. Die Norddeutschen bezwangen ratiopharm Ulm dank eines irren Schlussviertels mit 65:59 und konnten so eine achtminütige Durststrecke aus dem dritten Abschnitt noch kompensieren.

EWE Baskets Oldenburg - ratiopharm Ulm 65:59 (22:20, 17:16, 4:16, 22:7)

Oldenburg: Jenkins (17), Paulding, Kramer (beide 14) Chubb (6), Joyce (5), Wysocki (4), Smeulders (3), Freese (2)

Ulm:Bryant (18), Jeter (12), Ray (10), Schwethelm (9), Nankivil (5), Samhan, Esterkamp (beide 2), Theis (1)

6.000 Zuschauer in der ausverkauften EWE-Arena sahen ein packendes Playoff-Spiel, in dem der Gast aus Ulm nach drei Vierteln wie der sichere Sieger aussah, die Baskets aber letztlich mit 65:59 (22:20, 17:16, 4:16, 22:7) triumphierten. Für Oldenburg wurde Julius Jenkins mit 17 Punkten zum Matchwinner, bei Ulm brillierte Liga-MVP John Bryant, dem 18 Punkte und elf Rebounds gelangen.

"Heute haben wir die Chance genutzt, weil wir im vierten Viertel John Bryant und die Bretter im Griff hatten. Vielleicht hat ihnen Per Günther gefehlt, aber wir mussten auch auf Ronnie Burrell verzichten. In Spiel vier wollen wir die Serie jetzt klar machen", sagte Oldenburg-Coach Sebastian Machowski nach der Partie im Interview bei "Sport1".

Furioser Start in der EWE-Arena

Bei den Gastgebern saß Burrell nach seinem disqualifizierenden Foul aus Spiel zwei eine Sperre ab. Ulm fehlte hingegen Per Günther nach Muskelfaserriss. Für den Aufbauspieler sind die Playoffs womöglich bereits gelaufen.

Vom Tip-Off weg entwickelte sich ein intensives Spiel. Beide Teams starteten in den ersten fünf Minuten mit Trefferquoten jenseits der 80 Prozent aus dem Feld. MVP John Bryant auf Ulmer Seite und Chris Kramer bei den Oldenburgern drückten dem Spiel in der Anfangsphase den Stempel auf.

Überragender Bryant hält Ulm im Spiel

Die Partie blieb im zweiten Abschnitt eng, auch wenn Oldenburg sich leichte Vorteile erarbeiten konnte. Ulm blieb vor allem dank Bryant dran, dem allein in der ersten Hälfte 13 Punkte und fünf Rebounds gelangen.

Der enge Pausenstand von 39:36 spiegelte sich auch in allen anderen relevanten Statistiken wieder. So konnte sich Oldenburg lediglich bei den Zweipunkteversuchen (67 Prozent gegenüber 50 Prozent) einen Vorteil erarbeiten.

Oldenburg: Erst Einbruch, dann Comeback

Ulm kam deutlich besser aus der Pause und zog durch einen 10:0-Lauf Anfang des dritten Viertels auf 46:39 davon. Oldenburg wurde zusehends nervöser und versuchte, die ersten Punkte zu erzwingen. Erst nach zwölf Fehlwürfen in Serie aus dem Feld und einem 13-Punkte-Rückstand kamen die Baskets durch Julius Jenkins zu den ersten Zählern des Abschnitts.

Oldenburg zeigte sich im Schlussabschnitt gänzlich erholt und lief mit der Unterstützung des Publikums nun heiß. Jenkins' verwandelter Dreier 4:41 Minuten vor Schluss sorgte für den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen 57:57-Ausgleich. Ulm stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch Chris Kramers Halbdistanzwurf zum 64:59 sorgte 62 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren.

Das möglicherweise entscheidende vierte Spiel der Serie steigt am Samstag um 17:30 Uhr in der Ulmer ratiopharm-Arena.

Hier geht´s zum Playoff-Spielplan der BBL

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