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Doppelvierer auf Medaillenkurs

SID
Kurs auf eine Medaille: Deutschlands Doppelvierer ist solide in die WM gestartet
© getty

Der Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) hat am ersten Tag der Weltmeisterschaften in Aiguebelette mit einem souveränen Vorlaufsieg Ansprüche auf eine Medaille angemeldet.

"Das Rennen war gut, so wie erhofft. Wir sind gut in den Schlag gekommen", sagte Schlagmann Gruhne nach dem Start-Ziel-Erfolg vor Litauen und Kanada. DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzock bestätigte diese Einschätzung und lobte die WM-Dritten von 2014 "für einen sehr guten Einstieg". Seit dem Weltcup-Finale Mitte Juli in Luzern habe das Boot noch einmal einen Entwicklungssprung gemacht, so Schwarzrock. Der Potsdamer Gruhne räumte aber ein, dass nach der siebenwöchigen Wettkampfpause "ein wenig noch die Frische" gefehlt habe.

Für den DRV war es auf dem Lac d'Aiguebelette in den 14 olympischen Klassen ein WM-Start mit Licht und Schatten. Im Viertelfinale stehen Peter Kluge/Alexander Egler (Celle/Hannover) im Zweier ohne Steuermann, die Mainzer Jason Osborne/Moritz Moos im leichten Doppelzweier, Julia Richter (Berlin) im Einer sowie Ronja Fini Sturm/Marie-Louise Dräger (Brandenburg/Rostock) im leichten Frauen-Doppelzweier. "Das war ein vernünftiger Auftakt", sagte Schwarzrock.

Hartig müht sich

Lars Hartig (Friedrichstadt) im Einer, Kerstin Hartmann/Kathrin Marchand (Ulm/Leverkusen) im Zweier ohne Steuerfrau und der Männer-Vierer ohne Steuermann müssen allerdings auf dem idyllisch gelegenen Natursee den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Insbesondere Hartig hatte als Nachfolger von Marcel Hacker (Magdeburg) im Einer große Mühe. Der ehemalige Leichtgewichts-Ruderer belegte im Vorlauf nur Platz drei. "Wir wussten, dass wir in dieser Bootsklasse Schwierigkeiten haben werden", sagte Schwarzrock. Um sich direkt für die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu qualifizieren, muss Hartig mindestens Rang neun belegen.

Für den Deutschland-Achter beginnt das Unternehmen WM-Gold unterdessen mit dem Vorlauf am Montag. "Wir haben uns gut entwickelt und können auf hohem Niveau angreifen. Unser Ziel ist ganz klar Gold", sagte Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin).

Achter: Über Vorlauf ins Finale

Auf dem Weg zum anvisierten Titel bleibt dem deutschen Paradeboot ein Halbfinale erspart. Nach der kurzfristigen Abmeldung des rumänischen Großbootes starten nur noch zwölf Achter - die Halbfinals wurden daher gestrichen. Steuermann Martin Sauer reagierte allerdings wenig begeistert. "Das ist ärgerlich, wir hätten gerne ein zusätzliches Rennen gehabt, da sich zum Wochenende hin die Windbedingungen verändern sollen", erklärte der Berliner.

Sollte der Deutschland-Achter seinen Vorlauf gegen die USA, Polen, China, Spanien und Frankreich gewinnen, hätte es direkt das Finale am kommenden Sonntag erreicht. Andernfalls müsste der Europameister am Mittwoch den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Der Deutschland-Achter war zuletzt vor vier Jahren Weltmeister. Schärfster Konkurrent ist Titelverteidiger Großbritannien.

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