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Reck-Serie von Hambüchen gerissen

SID
Fabian Hambüchen hat den Meistertitel am Reck verpasst
© getty

Erstmals seit 2005 hat Fabian Hambüchen den deutschen Meistertitel am Reck verpasst. Der Sieg ging an den starken Cottbuser Christopher Jursch.

Er winkte tapfer ins Publikum und rang sich mühevoll ein Lächeln ab: Erstmals seit 2005 hat Fabian Hambüchen den deutschen Meistertitel am Reck verpasst. Nach einem Fehlgriff beim Tkatschew reichte es für den 25-Jährigen aus Wetzlar beim Internationalen Deutschen Turnfest in Mannheim mit 14,200 Punkten nur zum dritten Platz.

Der Sieg ging an den starken Cottbuser Christopher Jursch, der mit 15,250 Punkten den bisherigen Serienchampion gehörig unter Druck gesetzt hatte. Der Ex-Weltmeister präsentierte den Besuchern seine Olympia-Kür von London, seinerzeit allerdings gewann der Hesse Silber - ohne Sturz.

"Immerhin bin ich trotz des Sturzes noch Dritter geworden. Aber natürlich ärgere ich mich über jeden Wettkampf, den ich nicht gewinne", sagte Hambüchen. Der nächste große Wettkampf des Hessen ist die Universiade im Juli im russischen Kasan.

Seitz macht das Dutzend voll

Lokalmatadorin Elisabeth Seitz machte das Dutzend voll. Die deutsche Mehrkampf-Meisterin und Olympia-Zehnte setzte sich am Boden durch und zog damit nach nationalen Titel mit der Wolfsburgerin Anja Wilhelm gleich, die in den 80er Jahren dominiert hatte. Noch erfolgreicher war mit 14 ersten Plätzen nur in den 70er Jahren Uta Schorn aus Leverkusen.

Eine optimale Ausbeute gelang Marcel Nguyen. Der Olympia-Zweite im Mehrkampf konzentrierte sich vor 5000 Zuschauern in der ausverkauften Maimarkthalle auf zwei Geräte und holte sich 24 Stunden nach Rang eins an den Ringen auch den Sieg am Barren. Bei den Weltmeisterschaften im Oktober wird der Stuttgarter voraussichtlich wieder einen kompletten Mehrkampf bestreiten.

Zum Auftakt des Abends verteidigte Fahrig, diesmal absolut unstrittig, seinen deutschen Meistertitel beim Sprung, basierend auf einem nahezu perfekten Roche. Der Hallenser kam auf exakt 15 Punkte, fast einen halben Zähler zurück teilten sich der Hannoveraner Andreas Toba und Lukas Deuser aus Unterhaching den zweiten Platz.

Weitere Entscheidungen am Donnerstag

Zuvor hatte sich DTB-Präsident Rainer Brechtken für das Notendurcheinander am Dienstag am Boden entschuldigt und Hambüchen dafür gedankt, dass er entgegen ersten Äußerungen doch an den Start gegangen war. "Jetzt soll das Sportliche wieder im Vordergrund stehen", meinte der Verbandsboss.

Bereits am Nachmittag hatte sich die Olympia-17. Jana Berezko-Marggrander in der Rhythmischen Sportgymnastik den Mehrkampf-Titel gesichert. Die 17-Jährige aus Schmiden gewann mit 66,882 Punkten knapp vor Titelverteidigerin Laura Jung aus St. Wendel (65,099). Mit deutlichem Abstand und 55,166 Zählern folgte Darja Sajfutdinova (Schmiden) auf dem dritten Platz.

Am Donnerstag stehen beim Turnfest die Handgeräte-Entscheidungen in der Rhythmischen Sportgymnastik (19.30 Uhr) auf dem Programm. Im Trampolinturnen werden die deutschen Einzel-Meister am Freitag (17.30 Uhr) ermittelt.

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