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Van Almsick zu Armstrong: "Habe geheult"

SID
Franziska van Almsick zeigte sich nach dem Dopinggeständnis von Lance Armstrong betroffen
© Getty

Der frühere Schwimmstar Franziska van Almsick war nach dem Dopinggeständnis des gefallenen Radhelden Lance Armstrong persönlich betroffen und wünscht sich vom Texaner weitere Aufklärung.

"Als rauskam, dass er gedopt hat, habe ich geheult wie ein Schlosshund. Ich habe das auch sehr persönlich genommen und als großen Verrat an mir empfunden. Weil er ein so großes Vorbild für mich war! Ich war selber Athlet in der Zeit, als er seine großen Erfolge hatte. Er war Idol, er war Kämpfer", sagte "FvA" der Bild am Sonntag.

Grundsätzlich billigt Franziska van Almsick dem US-Amerikaner durchaus eine zweite Chance zu. "Voraussetzung dafür ist aber eine lückenlose Aufklärung und ehrliche Reue. Das fehlt mir bisher. Wenn er helfen kann, mehr aufzuklären, Leute zu überführen wie Ärzte und Wissenschaftler, die alle hinten dranhängen, dann vielleicht", sagte die Ex-Weltmeisterin und viermalige Olympiazweite (1992 und 1996).

In ihrer aktuellen Funktion als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe kritisiert van Almsick die Einstellung in großen Teilen der Gesellschaft und damit auch im Sport. "Es herrscht teilweise eine Mentalität des geringsten Widerstands. Es darf nichts mehr schwer sein, wir möchten alle ganz, ganz viel haben. Und wenn es geht alles. Es geht ums Haben, Haben, Haben - und nichts dafür machen", sagte die Berlinerin.

Der Sport spiegele die Gesellschaft wider

Auch Sport dürfe nicht mehr wehtun, "kaum einer geht noch über Grenzen. Das gefällt mir einfach nicht". Der Sport spiegele ganz stark die Gesellschaft wider.

"Wir haben in Deutschland ein Problem mit Moral. Eine Rückbesinnung auf Werte wie Leistung, Leidenschaft, Respekt und ein Miteinander täte uns allen gut", so Franziska van Almsick, die am kommenden Samstag beim "Ball des Sports" in Wiesbaden mit der Sporthilfe wieder Geld für den sportlichen Nachwuchs sammeln wird.

"Mit den jährlichen Reinerlösen (rund 750.000 Euro, Anm. d. Red.) vom Ball des Sports ermöglichen wir zum Beispiel 600 jungen Menschen, auf die Eliteschulen des Sports zu gehen".

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