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Handball

Handball-WM 2021 - DHB-Kader im Check: Hexer-Bande, Abwehr-Trouble und ein La-Masia-Talent

Das DHB-Team startet mit personellen Sorgen in die WM in Ägypten.

Deutschland startet mit dem Spiel gegen Uruguay (Fr., 18 Uhr im LIVETICKER) in Gizeh in die Handball-WM in Ägypten. Auf welchen Positionen ist das DHB-Team gut aufgestellt? Welche Bereiche bereiten Kopfzerbrechen? SPOX nimmt den 20 Mann starken Kader von Bundestrainer Alfred Gislason unter die Lupe.

 

Tor

NameVereinLänderspieleTore
Andreas WolffKS Vive Kielce10213
Johannes BitterTVB Stuttgart1561
Silvio HeinevetterMT Melsungen1953

Gislason hat sich im Kasten auf eine klare Reihenfolge festgelegt: Wolff ist die "1A-Lösung", Bitter die "1B" und Heinevetter die "1C". Dabei hat Wolff bei den vergangenen Turnieren nicht immer restlos überzeugt.

Nach seinen herausragenden Leistungen beim EM-Triumph 2016 und einer starken WM 2017 zeigte der Torhüter vom polnischen Spitzenklub Kielce bei der EM 2018 und der WM 2019 lediglich ordentliche Vorstellungen. Bei der EM im vergangenen Jahr spielte Wolff dann sogar das statistisch schlechteste Turnier seiner DHB-Laufbahn (30 Prozent abgewehrte Würfe). Trotzdem: An einem guten Tag kann Wolff Spiele im Alleingang entscheiden.

Im Zweifelsfall steht mit Bitter ein zuverlässiger Backup parat. Der Weltmeister von 2007 überzeugte in seiner Rolle als Wolff-Vertreter bereits bei der EM 2020 und befindet sich auch aktuell in guter Verfassung, wie seine Statistiken aus der laufenden HBL-Saison zeigen. Mit 134 Paraden in 12 Partien belegt der 38-jährige Stuttgart-Keeper (31 Prozent abgewehrte Würfe) in diesem Ranking Platz zwei.

Mit Heinevetter ist ein weiterer sehr erfahrener Mann dabei. Kein Spieler im gesamten Kader hat mehr Länderspiele (195) auf dem Buckel. Einziges Manko: "Heine", der im Sommer von Berlin nach Melsungen gewechselt ist, musste sich in den vergangenen Monaten gleich mehrfach in Quarantäne begeben und konnte entsprechend nicht immer bestmöglich trainieren.

Fazit: Die Torhüterposition ist bärenstark besetzt, eine Bande von potenziellen Hexern. Wolff, Bitter und Heinevetter sollten und müssen für ein positives WM-Abschneiden aus deutscher Sicht einfach eine sorgenfreie Zone bilden.

Linksaußen

NameVereinLänderspieleTore
Uwe GensheimerRhein-Neckar Löwen188919
Marcel SchillerFrisch Auf Göppingen1039

Gensheimer bleibt auch unter Gislason der Kapitän. "Er ist auf seiner Position einer der besten Spieler der Welt - und zwar schon lange. Es hat mich diese Saison sehr gefreut, dass er auch auf der Halbposition decken kann. Das kann für uns noch sehr wichtig werden", sagte der Bundestrainer.

Der 34-jährige Mannheimer belegt in der Torjägerliste der laufenden HBL-Saison mit 87 Treffern in 14 Partien und einer Quote von 71 Prozent Platz fünf. Zudem versenkte Gensheimer fast 83 Prozent seiner Siebenmeter.

Dass Schiller, der erstmals an einem großen Turnier mit dem DHB-Team teilnimmt, mehr als nur ein Ersatzmann für den drittbesten Torschützen der deutschen Länderspielhistorie ist, hat der Göppinger bereits eindrucksvoll bewiesen.

Der 29-Jährige erzielte im ersten der beiden EM-Quali-Spiele gegen Österreich, die beide Anfang Januar gewonnen wurden (36:27 und 32:20), elf Tore bei elf Versuchen. In der Bundesliga traf Schiller sogar 89 Mal in 14 Spielen (72 Prozent) und damit zwei Mal häufiger als Gensheimer - Platz vier der Torjägerliste.

Neben Gensheimer, Reichmann und Kastening hat die deutsche Mannschaft mit Schiller einen weiteren ordentlichen Siebenmeterschützen in ihren Reihen. Der Schwabe verwandelte für Frisch Auf in dieser Saison 47 (72 Prozent) und damit die meisten Strafwürfe der gesamten Liga.

Fazit: Mit Gensheimer und Schiller ist das DHB-Team auf Linksaußen hochkarätig aufgestellt. Gislason kann die Spielzeit etwas verteilen, um die Belastung für beide Spieler möglichst gering zu halten.

 

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