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Handball

Schwenker und Serdarusic offiziell angeklagt

SID
Noka Seradusic (r.) trainiert mittlerweile die slowenische Nationalmannschaft
© Getty

Im Zusammenhang mit der Manipulationsaffäre hat die Kieler Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ex-Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Noka Serdarusic vom THW Kiel erhoben.

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat in der Handball-Manipulationsaffäre Anklage gegen Uwe Schwenker und Noka Serdarusic erhoben. "Die Staatsanwaltschaft hat beschlossen, ein Zwischenverfahren zu eröffnen", sagte Gerichtssprecher Kai Thomsen.

Ob die 5. Große Strafkammer tatsächlich ein Verfahren gegen Schwenker und Serdarusic eröffnet, entscheidet sich in den kommenden ein bis drei Monaten.

Vorwurf: Betrug und Untreue

Dem ehemaligen THW-Manager Schwenker werden Betrug und Untreue, Ex-Coach Serdarusic Betrug und Beihilfe zur Untreue vorgeworfen.

Schwenker war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Dafür sagte der THW-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Hinrich Vater den "Kieler Nachrichten": "An Spekulationen werde ich mich nicht beteiligen. Aber wir hatten gehofft, dass es keine Anklage geben wird."

Fragezeichen hinter 152.000 Euro

Unklar ist der Verbleib von 152.000 Euro aus der THW-Kasse. Schwenker hatte bei seiner Aussage im November nach Informationen der "Kieler Nachrichten" erklärt, das Geld sei zu Teilen an den kroatischen Spielervermittler Nenad Volarevic (92.000 Euro) sowie an den damaligen Trainer Serdarusic (60.000) geflossen.

Laut "Kieler Nachrichten" erfolgten die Zahlungen an Volarevic zeitnah zu dem unter Manipulationsverdacht stehenden Champions-League-Finale der siegreichen Kieler vor zwei Jahren gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Seradusic bekam 2008 das Geld

Serdarusic erhielt einen Teil des Geldes wenige Tage nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2008 gegen Ciudad Real.

Flensburg prüft unterdessen weiterhin eine Schadensersatzklage wegen des verloren Champions-League-Endspiels. "Aus unserer Sicht gibt es in den Akten stichhaltige Indizien, dass das Finale 2007 manipuliert wurde", sagte Sportrechtler Thomas Summerer, der die Flensburger vertritt, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

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