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Fussball

Werder Bremen - HSV 0:2: Rote Karten, Elfer-Ärger, Chancenwucher! Hamburger SV gewinnt irres Derby

Von SPOX/SID

Der Hamburger SV hat ein turbulentes Zweitliga-Nordderby im Weserstadion mit 2:0 (2:0) gegen Werder Bremen gewonnen und ist damit in der Tabelle am Bundesliga-Absteiger vorbeigezogen. Im Mittelpunkt des ersten Derbys seit 2018 stand Schiedsrichter Sascha Stegemann, der Werder einen Elfmeter verweigert und ein Traumtor aberkannt hatte.

Mit Toren zum richtigen Zeitpunkt legte die Mannschaft von Trainer Tim Walter schon in der ersten Halbzeit den Grundstein zum verdienten Sieg. "Natürlich haben wir uns über den Erfolg gefreut, aber jetzt ist vor allem wichtig, den Schwung mitzunehmen", sagte Walter nach dem Schlusspfiff.

Robert Glatzel war in der zweiten Minute per Kopfball erfolgreich, ebenfalls per Kopf traf Moritz Heyer (45.+1). Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber bereits personell dezimiert. Kapitän Christian Groß sah in der 32. Minute nach einer rüden Attacke gegen HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandez zu Recht die Gelb-Rote Karte.

Einem traumhaften Freistoßtor von Marvin Ducksch (42.) verweigerte Schiedsrichter Sascha Stegemann zum Entsetzen der Werderaner die Anerkennung, allerdings war seine Entscheidung korrekt: Mitchell Weiser hatte nicht genug Abstand zur HSV-Mauer gehalten.

In den DFB-Spielregeln heißt es unter Regel 13: "Bilden drei oder mehr Spieler des verteidigenden Teams eine Mauer, müssen alle Spieler des angreifenden Teams einen Abstand von mindestens einen Meter zur Mauer einhalten, bis der Ball im Spiel ist. Wenn ein Spieler des angreifenden Teams diesen Abstand bei der Ausführung nicht einhält, wird ein indirekter Freistoß verhängt."

Weiser entschuldigt sich - Werder-Ärger wegen Stegemann

Weiser entschuldigte sich nach dem Spiel für seinen Fauxpas. "Ich kannte die Regel einfach nicht. Es tut mir leid - für Marvin und die Mannschaft. Das wäre ein Riesen-Tor gewesen für uns. Es ist traurig. Das tut weh", sagte er bei Sky.

Bereits zuvor hatte sich Stegemann den Unmut der Werderaner auf sich gezogen, weil er sich eine strittige Elfmeterszene nach einem Zweikampf zwischen Ducksch und Schonlau gegen eine VAR-Überprüfung entschieden hatte.

"Das ist für mich ein ganz klarer Elfmeter", sagte der Gefoulte später am Sky-Mikrofon: "Ich bin mit dem Körper vor ihm, er klemmt meinen Arm ein und mit dem Fuß trifft er mich unten auch nochmal. Ich weiß nicht, was man heutzutage noch mehr für einen hundertprozentigen Elfmeter braucht. Mittlerweile glaube ich, dass es nur noch einen bei Notbremse oder einer Grätsche von hinten in die Beine gibt."

Nach dem Seitenwechsel schöpften die 21.000 Zuschauer wieder Hoffnung: Denn auch bei den Hamburgern musste der Kapitän von Bord, Sebastian Schonlau sah ebenfalls Gelb-Rot (52.). Doch das Team von Coach Markus Anfang konnte daraus kein Kapital schlagen, zu stabil war die Defensive des HSV. "Wir hatten genug Torchancen. Wenn man sie nicht nutzt, darf man sich auch nicht über das Ergebnis beschweren", erklärte Anfang.

Bei einem Konter hätte in der 61. Minute bereits die endgültige Entscheidung fallen können, aber Bakery Jatta scheiterte am Bremer Torhüter Michael Zetterer. Für Werder vergab der gerade eingewechselte Niclas Füllkrug zwei Großchancen zum Anschluss.

Werder Bremen - HSV: Die Aufstellungen

  • Bremen: Zetterer - Weiser (66. Mbom), Mai, Veljkovic, Jung (73. Füllkrug) - Groß - Rapp, Schmidt (67. Assale) - Nankishi (38. Gruev), Schmid - Ducksch.
  • HSV: Heuer Fernandes - Gyamerah, David, Schonlau, Leibold - Meffert - Kinsombi (82. Vuskovic), Heyer (82. Suhonen) - Jatta (70. Kaufmann), Glatzel (58. Reis), Kittel (70. Wintzheimer)

2. Bundesliga: Die Tabelle

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.SSV Jahn Regensburg715:6914
2.1. FC Nürnberg79:5413
3.Karlsruher SC711:6512
4.Hamburger SV712:8412
5.1. FC Heidenheim78:5312
6.SC Paderborn 07612:5711
7.Werder Bremen711:9211
8.SG Dynamo Dresden610:7310
9.FC St. Pauli69:6310
10.Schalke 04711:11010
11.Hannover 9676:10-410
12.Fortuna Düsseldorf79:11-28
13.SV Darmstadt 98613:1037
14.FC Hansa Rostock78:12-47
15.Holstein Kiel77:16-95
16.SV Sandhausen75:13-84
17.FC Ingolstadt64:14-104
18.FC Erzgebirge Aue62:8-63
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