Fussball

2. Liga: Dynamo Dresden mit Aufstockungs-Antrag gescheitert

SID
Emotionaler Ausbruch nach dem Fast-Abstieg: Chris Löwe von Dynamo Dresden richtete deutliche Worte an die DFL und Geschäftsführer Christian Seifert.

Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden ist mit seinem Vorschlag zur Aufstockung der 2. Liga gescheitert. Wie die Sachsen bestätigten, teilte die DFL dem Klub am Freitag mit, dass der entsprechende Antrag auf der Mitgliederversammlung Anfang August nicht zur Abstimmung gestellt wird.

Auf SID-Anfrage wollte die DFL dies nicht kommentieren. Am Nachmittag hatten bereits die Bild und der kicker darüber berichtet.

"Die Begründung der DFL ist für die SGD nicht nachvollziehbar und verkennt wesentliche Aspekte unserer Position", drückte der Verein in einer Stellungnahme sein Unverständnis über die Entscheidung aus. Dresden sieht sich durch den Neustart der 2. Liga nach der Coronapause enorm benachteiligt. Die Mannschaft musste wegen mehrerer positiver Coronatests, die der Klub mittlerweile anzweifelt, in Quarantäne.

Das geballte Programm im Anschluss mit neun Spielen in 28 Tagen sei eine gravierende Wettbewerbsverzerrung gewesen. Dynamo war schließlich als Tabellenletzter abgestiegen. "Es ist unverständlich, dass die sportliche Integrität des Wettbewerbes in der 2. Bundesliga offenbar keinerlei Rolle spielt. Anders lässt sich die ablehnende Haltung der DFL nicht erklären", sagte SGD-Geschäftsführer Michael Born.

VIDEO: Dynamos vorerst letzte Spiel in der 2. Liga

Bericht: Gespräche zwischen Dynamo und DFL

Laut kicker habe es am 17. Juli Gespräche zwischen DFL und Dynamo gegeben, zu Beginn dieser Woche reichten die Sachsen schließlich den Antrag auf Aufstockung ein. Der Vorschlag sah eine Vergrößerung der 2. Liga auf 19 oder gar 20 Teams vor, wobei die Dresdener auf "einen relevanten Teil" der ihnen zustehenden Fernsehgelder verzichtet hätten. In letzterem Fall wäre Dresdens Mit-Absteiger SV Wehen-Wiesbaden auch in der Zweitklassigkeit verblieben.

Der kicker zitierte aus einem DFL-Antwortschreiben an den Verein. Auch da sich Dresden für den Fall einer Ablehnung des Antrages auf der Versammlung Rechtsmittel vorbehalte, sehe "das DFL-Präsidium im Interesse der gegenwärtigen Mitglieder des DFL e.V. davon ab, die Mitgliederversammlung mit diesem Thema zu befassen", hieß es.

Als weiteren Grund für die ausbleibende Abstimmung führte die DFL gegenüber der SGD an, dass der eingereichte Vorschlag nach Rücksprache mit den DFL-Clubs auf der Mitgliederversammlung nicht mehrheitsfähig sei. Dies kritisiert der achtmalige DDR-Meister vehement, da eine solche Rücksprache "mit vereinzelten Vereinen der Liga keinen repräsentativen Charakter/Anspruch" haben könne.

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