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Fussball

Wurfattacken treffen Cottbus hart

SID
Jörg Böhme muss im Abstiegskampf auf die Unterstützung der Fans verzichten
© getty

Nach zwei Wurfattacken seiner Fans ist Energie Cottbus mit einem Teilausschluss der Zuschauer bestraft worden und muss ausgerechnet in der heißen Phase des Abstiegskampfes auf wichtige Unterstützung verzichten.

Zudem muss das Liga-Schlusslicht 10.000 Euro bezahlen und bis zur neuen Saison einen Tunnel zum Schutz der Spieler, Schiedsrichter und Verantwortlichen errichten.

Sowohl nach dem Ost-Derby gegen Dynamo Dresden am vergangenen Freitag (0:0) als auch im Heimspiel gegen 1860 München (1:2) waren die Unparteiischen aus dem Heimblock mit Gegenständen beworfen worden. Am vergangenen Freitag gegen Dresden erlitt Schiedsrichter-Assistent Thomas Stein dabei eine Platzwunde, die vom Cottbuser Mannschaftsarzt Hartmut Thanke geklammert werden musste.

Auch Geisterspiel stand im Raum

"Wir haben uns mit dem Verband auseinandergesetzt und ein weitaus drastischeres Strafmaß verhindert, auch ein Geisterspiel stand angesichts der Schwere des Vergehens in Form von Körperverletzung im Raum", sagte Energie-Geschäftsführer Norman Kothe.

Gegen den FC St. Pauli am 17. April müssen deshalb Teile der Nordwand des Stadions der Freundschaft mit 1000 Dauerkartenplätzen geschlossen bleiben. Allerdings bietet der Verein für das Spiel verbilligte Stehplätze in anderen Bereichen des Stadions an.

"Wir hoffen trotzdem, dass die Unterstützung eines Heimspiels würdig ist und wir gemeinsam mit unseren Fans diesen wohl letzten Denkzettel als Chance begreifen und nutzen", sagte Kothe weiter. Im Anschluss an das Spiel gegen Dresden hatte sich Energie umgehend entschuldigt und eine harte Gangart angekündigt. "Wenn wir den Täter kriegen, wird er nie wieder unser Stadion betreten dürfen", hatte Energie-Präsident Ulrich Lepsch erklärt.

Nicht das erste Fehlverhalten

Bereits im Februar hatte es vonseiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) harte Sanktionen gegen den Verein wegen des Verhaltens der Fans gegeben. Damals hatte das DFB-Sportgericht die Brandenburger mit einer Rekordstrafe von 40.000 Euro belegt. Der Verband hatte auf das Abbrennen von Pyrotechnik und grob unsportliche Rufe reagiert. Für Cottbus war dies die höchste Strafe der Vereinsgeschichte.

Dabei ist die sportliche Lage des ehemaligen Bundesligisten ohnehin schon brisant genug. Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand des Teams von Trainer Jörg Böhme auf den Relegationsplatz vier Punkte. Zum ersten Nicht-Abstiegsplatz fehlen sogar zehn Zähler.

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