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Fussball

"...dann bin ich weg"

SID
Peter Neururer ist seit November 2008 Trainer des MSV Duisburg
© Getty

Trainer Peter Neururer hat beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg offen mit Rücktritt gedroht. "Sollten sich die Spieler Freitag gegen Union Berlin genauso präsentieren, mache ich das nicht mehr mit. Dann war's das", zitierte die "Bild" den 54-Jährigen, nachdem die Zebras am vergangenen Freitag 0:1 bei Rot-Weiß Oberhausen verloren und die dritte Punktspielniederlage in Folge kassiert hatten.

Der 1:0-Pokalerfolg der Meidericher beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Woche hat die Wogen in Duisburg nur zwischenzeitlich glätten können.

Die Neururer-Mannschaft, die eigentlich um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen wollte, rangiert mit acht Punkten weit abgeschlagen auf Tabellenplatz 15. Das Spiel gegen Eisern Union hat somit richtungweisenden Charakter für den Traditionsklub von der Wedau.

Neururer fordert eine klare Leistungssteigerung. Gibt es die nicht, "dann gehe ich sofort zum Präsidenten und ich bin weg. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich das durchziehe", sagte er der "NRZ".

Neururer drohte bereits mit Rücktritt

Nach dem Verkauf von Torjäger Dorge Kouemaha hatte Neururer vor Wochen schon einmal mit Rücktritt gedroht, sich durch die Verpflichtung des Ex-Schalkers Sören Larsen aber besänftigen lassen. Einen Tag nach der Niederlage bei RWO ließ Neururer seine Schützlinge bei einer Laufeinheit kräftig schwitzen.

"Wenn die Spieler schon auf dem Platz kein Engagement zeigen, dann zumindest auf der Laufstrecke", äußerte der ehemalige Bundesliga-Trainer, der am 17. November 2008 den MSV als Chefcoach übernommen hatte.

Seinen Profis schrieb der Fußballlehrer ins Stammbuch: "Eine Unverschämtheit, was die Spieler bei RWO abgeliefert haben. Nicht Trainer, Manager oder Vorstand sind an dieser Situation schuld, sondern ganz allein die Mannschaft. Ich werde die Jungs jetzt nicht mehr schützen."

Umstellungen gegen Union

Neururer deutete an, dass es bei der Kaderzusammenstellung für das Union-Spiel einige Umstellungen geben dürfte.

Die Nachwuchsleute Kristoffer Andersen, Olcay Sahan und Nicky Adler haben berechtigte Chancen, sogar in die Anfangsformation zu rücken. Andersen, Sohn des dänischen Europameisters von 1992, Henrik Andersen, war Schütze des Siegtores im Pokal in Gladbach.

Möglicherweise werden Chinedu Ede, Caiuby oder sogar Änis Ben-Hatira zunächst aussortiert. Der MSV-Coach hofft außerdem, dass sich das Lazarett lichtet.

Möglicherweise kann er gegen den Tabellenzweiten wieder auf Torjäger Sandro Wagner (Kapselverletzung im Knie) zurückgreifen. Abwehrspieler Frank Fahrenhorst kehrt auf jeden Fall zurück, und auch bei Tschawdar Jankow (Mittelhandbruch) besteht Hoffnung.

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