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Fussball

FC Barcelona - Erkenntnisse zum Xavi-Debüt: Die Legende hält Wort - und sorgt für zwei Verbesserungen

Von Tim Ursinus
Der FC Barcelona hat das Derby gegen Espanyol beim Debüt von Trainer Xavi knapp mit 1:0 gewonnen.

Der FC Barcelona hat das Derby gegen Espanyol beim Debüt von Trainer Xavi knapp mit 1:0 gewonnen. Dabei hielt die Vereinslegende Wort - und sorgte direkt für Besserungen. Eine große Baustelle bleibt aber. Drei Erkenntnisse.

FC Barcelona: Xavi hält Wort

Als der FC Barcelona eine Stunde vor Anpfiff die Aufstellung veröffentlichte, zeigte sich: Xavi hält Wort. Er beorderte gleich drei hauseigene Talente in die Startelf. Neben den beiden Mega-Talenten Gavi (17) und Nico Gonzalez (19), die schon unter Vorgänger Ronald Koeman regelmäßig zum Einsatz gekommen waren, begann auch der erst 17-jährigen Ilias Akhomach und feierte sein Profidebüt.

Bei seiner Präsentation am Montag hatte Xavi den Talenten aus La Masia schließlich Hoffnung gemacht: "Ihr Engagement ist ein anderes als das anderer Spieler. Sie unterstützen den FC Barcelona." Xavi will eine Zukunft wie die Vergangenheit: Es soll wieder einen spielstarken Kern aus Spielern aus der Jugendakademie geben, der durch eingekaufte Top-Stars lediglich ergänzt wird.

Als größter Hoffnungsträger unter den Eigengewächsen gilt Gavi. Obwohl im Derby gegen Espanyol besonders in der ersten Hälfte wenig nach vorne ging (vier Schüsse aufs Tor), blitzte seine Klasse auf. In der 17. Minute verschaffte sich Gavi auf der linken Seite Raum und legte mit perfektem Timing auf seinen 2004er-Jahrgangs-Kollegen Akhomach mustergültig quer. Dessen Direktabnahme rauschte zwar knapp über den Querbalken. Trotzdem erinnerte der Spielzug an die Zeiten, als Barca seinen Gegner noch schwindelig spielte und nach Belieben dominierte. Xavi klatschte Beifall. Noch schöner war Gavis perfekter Steckpass auf Memphis Depay, der zum (schmeichelhaften) Elfmeterpfiff führte und Barcas Führung einleitete.

Auch Akhomach, der vom ehemaligen Nachwuchsleiter Patrick Kluivert schon als der "neue Messi" angepriesen wurde, machte seine Sache nicht schlecht, zeigte gute Ansätze. Während seine Teamkollegen den Ball durch die gegnerische Hälfte zirkulieren ließen, riss er durch viele Läufe immer wieder Lücken. Auch weil die Präzision der Pässe in den Strafraum zu wünschen übrig ließ, kam er aber auf nur sechs Ballaktionen. Xavi nahm das noch ungeschliffene Juwel deshalb zur Pause runter.

Seinem Motto blieb er aber treu und wechselte den 19-jährigen Marokkaner Abde ein. Gestandene Profis wie Philippe Coutinho, der erst in der 70. Minute kam, und Luuk de Jong blieben unterdessen auf der Bank. Abde hatte etwas mehr Zugriff auf die Partie als Akhomach und hätte nach einer schönen Einzelaktion in der 72. Minute beinahe auf 2:0 erhöht. Xavis Jungspunde zeigten allesamt solide bis gute Leistungen, was Hoffnung für die restliche Spielzeit macht. Und noch mehr für die darauffolgenden.

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