Fussball

Serie A - Rangnick-Berater bestätigt: Wechsel zu Milan geplatzt

SID
Ralf Rangnick wird wohl doch nicht der neue starke Mann beim AC Milan.

Der Wechsel von Ralf Rangnick als Trainer und Sportdirektor zum AC Mailand ist überraschend geplatzt. Amtsinhaber Stefano Pioli war zuletzt zu erfolgreich.

Zlatan Ibrahimovic wird Ralf Rangnick nicht kennenlernen. "Wer ist Rangnick? Ich weiß nicht, wer Rangnick ist", hatte die schwedische Fußball-Ikone zuletzt in einem Interview erklärt. Da galt der 62-Jährige noch als Top-Kandidat für die Doppel-Funktion als Trainer und Sportdirektor des ruhmreichen AC Mailand. Doch jetzt ist klar: Rangnick wechselt nicht nach Italien, und daran hat auch Ibrahimovic entscheidenden Anteil.

Ein Doppelpack des Superstars bescherte Milan am Dienstagabend einen 2:1-Erfolg bei US Sassuolo. Es war der siebte Sieg im neunten Spiel (zwei Unentschieden) des Ex-Meisters nach der Corona-Zwangspause, die Mailänder liegen damit klar auf Europa-League-Kurs. Als Belohnung wurde der Vertrag mit Trainer Stefano Pioli (54) nach dem Abpfiff bis Juni 2022 verlängert. "Ciao Rangnick, vorwärts Pioli", titelte die Gazzetta dello Sport und ergänzte: "Pioli, ein ruhiger Trainer, ein Normal One, versenkt Rangnick."

Dem "Normal One" Pioli wird ein gutes Verhältnis zur Mannschaft, insbesondere zu Ibrahimovic, nachgesagt. "Stefano ist der richtige Mann, um das Team zu führen, das wir wollen: erfolgreich, jung und hungrig", sagte der technische Direktor Paolo Maldini. Die Vereinslegende soll nie ein Freund einer Verpflichtung Rangnicks gewesen sein. Jetzt heißt die Zukunft Pioli. Dieser habe "auf brillante Weise die Phase der Pause infolge der Pandemie gemeistert. Mit ihm wächst die ganze Mannschaft", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Pioli sieht sich mit dem Klub "am Anfang eines außerordentlichen Wegs".

Ralf Rangnick wollte nicht nur Sportdirektor sein

Der Weg von Rangnick bei den Rossoneri ist hingegen beendet, bevor er begonnen hat. Dabei hatte der langjährige Bundesliga-Coach laut italienischer Medien schon mit Red Bull über die Auflösung seines Dreijahresvertrages als "Head of Sport and Development Soccer" verhandelt. Bei Milan sollte er der neue starke Mann werden. Ein Vertrag nur als Sportdirektor kam für Rangnick laut kicker nicht infrage.

"Milan und Ralf Rangnick sind übereingekommen, dass es aktuell weder der richtige Zeitpunkt ist, noch das Momentum für eine Zusammenarbeit spricht. Deswegen und unter Berücksichtigung der guten Entwicklung und der Ergebnisse unter Trainer Pioli hat man gemeinsam entschieden, dass Ralf Rangnick keine Funktion übernimmt", teilte Rangnicks Berater Marc Kosicke mit.

"Überraschende Wendung bei Milan: Die Zukunft ist nicht Rangnick, sondern Pioli", hieß es bei Tuttosport. Die guten Resultate nach dem Restart und ein Teil des Managements, das die Rangnick-Lösung nicht befürwortet habe, hätten Milans Geschäftsführer Ivan Gazidis zum Verzicht auf den Deutschen bewogen, berichtete das Blatt weiter. Ibrahimovic wird nicht traurig sein.

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