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Fussball

Higuain ballert Neapel an die Spitze

Higuain (M.) traf gegen Inter doppelt

Am 14. Spieltag der Serie A TIM siegte der SSC Neapel mit 2:1 (1:0) über Inter Mailand und erkämpft sich somit die Tabellenführung. Gonzalo Higuain war der entscheidende Mann.

Vor 55.000 Zuschauern im Stadio San Paolo brachte Gonzalo Higuain den SSC Neapel bereits nach 64 Sekunden in Führung. Ab der 44. Minute war Inter dann nur noch zu Zehnt, weil Yuto Nagatomo wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Im zweiten Durchgang war es wieder Higuain, der mit seinem 12. Saisontor auf 2:0 erhöhte (63.), allerdings hielt Adem Ljajic die Nerazzurri mit dem Anschlusstreffer zunächst im Spiel (67.). Doch der SSC konnte das Ergebnis dank Pepe Reina über die Zeit retten und erobert somit die Tabellenführung.

Inter wartet damit nun seit über 18 Jahren auf einen Sieg im San Paolo und kassierte zudem erst zum zweiten Mal in der Saison mehr als ein Gegentor. Napoli ist hingegen seit 18 Partien ungeschlagen.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Sarri schickt sein Team im 4-3-3 aufs Feld. Ex-Bayern-Keeper Reina steht im Kasten, Hamsik beginnt halblinks im Mittelfeldzentrum. Callejon, Higuain und Insigne bilden den Deiersturm.

Beim Tabellenführer aus Mailand setzt Mancini auf den Ex-Wolfsburger Perisic, der Icardi und Ljajic im Sturm unterstützen soll. Jovetic sitzt nur auf der Bank.

2., 1:0, Higuain: Was für ein Start in Neapel! Callejon nimmt an der Strafraumkante einen hohen Ball an. Die Kugel springt zu Higuain, der diese an der Abwehr vorbei mitnimmt und aus der Drehung aus fünfzehn Metern mit viel Wucht nach 64 Sekunden ins rechte Eck drischt!

29.: Erster Inter-Abschluss! Guarin versucht es mit einem Schlenzer von der Strafraumkante. Der Ball fliegt knapp über den Kasten, Reina muss daher nicht eingreifen.

44., Gelb-Rot, Nagatomo: Der Japaner kommt mit seiner Grätsche gegen Allan an der Seitenlinie viel zu spät, der Ball war längst weg. Da bleibt dem Unparteiischen keine andere Wahl, als Nagatomo vom Platz zu stellen, weil er kurz zuvor verwarnt wurde.

60.: Hamsik kommt nach einer Callejon-Flanke von der rechten Strafraumecke am linken Fünfereck frei zum Kopfball. Der Slowake bringt aber nicht genug Druck hinter den Ball, in der Mitte stand Higuan völlig frei.

62., 2:0, Higuain: Albiol gewinnt an der Mittellinie ein Kopfballduell und befördert die Kugel über die aufgerückte Abwehr hinweg in den Lauf des Argentiniers. Dieser setzt sich gegen Miranda und Murillo durch, dringt in den Strafraum ein und trifft aus 15 Metern aus rechter Position eiskalt ins lange Eck!

67., 2:1, Ljajic: Ghoulam legt den Ball im Strafraum auf der rechten Seite unfreiwillig für Ljajic vor. Der zieht nach innen, wird nicht richtig angegriffen und schließt mit links aus 14 Metern wuchtig ins kurze Eck ab, Reina kommt nicht mehr heran.

87.: Biabiany flankt die Kugel aus dem rechten Halbfeld an den Fünfer, wo Ljajic völlig freisteht. Doch Reina passt klasse auf kommt mit den Händen vor dem einschussbereiten Serben an den Ball!

89.: Higuain hat die Chance zum 3:1, aber Handanovic hält!

90+3.: Wahnsinn! Beinahe noch der Ausgleich! Jovetic setzt den Kopfball an den Pfosten. Den zweiten Versuch lenkt Reina sensationell an den Pfosten. Welch ein Glück für Neapel.

Fazit: Glücklicher Sieg von Neapel, das mit Higuain den entscheidenden Mann in seinen Reihen hatte.

Der Star des Spiels: Gonzalo Higuian. Zwei Abschlüsse, zwei Treffer. Der Argentinier stellte seine Knipserqualitäten mal wieder eindeutig unter Beweis und war der Garant für den Sieg. Mit seiner Parade am Ende hatte auch Reina einen Riesenanteil am Sieg.

Der Flop des Spiels: Mauro Icardi. Schwacher Auftritt vom Inter-Kapitän. Wurde nach nur 13 Ballaktionen und einem fast unsichtbaren Auftritt zur Pause ausgewechselt. Der Torschützenkönig vom letzten Jahr befindet sich derzeit im Formtief.

Der Schiedsrichter: Daniele Orsato. Hatte die Partie, die zwischenzeitlich durchaus hektisch wurde, dank seiner konsequenten Art immer im Griff. Der Platzverweis für Nagatomo war zwar hart, aber durchaus vertretbar.

Das fiel auf:

  • Die Nerazzurri in einem 4-1-4-1 gegen den Ball. Perisic und Ljajic ließen sich dabei auf die Höhe von Brozovic und Guarin fallen und machten so das Spiel sehr eng. Medel schloss dahinter die restlichen Räume. Hatte Inter den Ball, schoben die Außenverteidiger Nagatomo und D'Ambrosi weit nach vorne und unterstützten Perisic und Ljajic.
  • Anfangs kamen die Mailänder aber überhaupt nicht die Partie, weil das Passspiel sehr fehlerhaft war und Neapel aggressiv gegen den Ball verteidigte. Der Tabellenführer wirkte fahrig und unkonzentriert.
  • Neapel schaffte es, durch die technisch starken und flinken Insigne oder Hamsik immer wieder Räume zu schaffen. Die Sarri-Elf griff auch nach der frühen Führung sehr früh an. Insigne, Higuain und Callejon liefen die Vierkette immer wieder an, so dass diese kaum Zeit hatte, um das Spiel in Ruhe zu eröffnen.
  • In der Pause reagierte Mancini auf dem Platzverweise und brachte etwas überraschend Linksverteidiger Telles für Stürmer Icardi - und das trotz Rückstand. Ljajic rückte dafür in den Sturm, der als einziger im zweiten Durchgang bei Inter für Torgefahr sorgte.

SSC Neapel - Inter Mailand: Die Statistik zum Spiel

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