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Fussball

Als Cristiano Ronaldo statt zu Manchester United fast nach Liverpool wechselte: "Er sprang auf und rief: 'Was zur Hölle ist passiert?'"

Von Oliver Maywurm
Bei Manchester United wurde Cristiano Ronaldo zum Weltstar. Dabei wäre der Portugiese beinahe beim Erzrivalen aus Liverpool gelandet.

Bei Manchester United wurde Cristiano Ronaldo zum Weltstar. Dabei wäre der Portugiese beinahe beim Erzrivalen aus Liverpool gelandet.

Man kennt die Geschichte: In einem Testspiel mit Sporting gegen Manchester United spielte der damals 18-jährige Cristiano Ronaldo im August 2003 derart stark auf, dass die Red Devils ihn wenige Tage später als Neuzugang vorstellten. Eigentlich aber war man bei Uniteds Erzrivalen, dem FC Liverpool, ziemlich zuversichtlich gewesen, sich das Mega-Talent aus Portugal zu sichern.

Und das sogar für deutlich weniger als die 13,5 Millionen Euro, die United letztlich nach Lissabon überwies. Für knapp 4,5 Millionen Euro hätten die Reds den Zuschlag bekommen können, verriet Liverpools damaliger Co-Trainer Phil Thompson zuletzt bei The Athletic. Das hatte der Spieleragent Tony Henry, der für Ronaldos damaligen Berater Paul Stretford arbeitete, ihm gesteckt.

Liverpool hatte Ronaldo bei Nachwuchsturnier entdeckt

Beim renommierten Nachwuchsturnier von Toulon, das Ronaldo mit Portugals U20 gewann, hatten Thompson und sein Chefcoach Gerard Houllier CR7 im Juni 2003 entdeckt. Doch Houllier wollte den Youngster auch auf Senioren-Level noch einmal begutachten - und auch die Tatsache, dass ein Teenager wie Ronaldo mehr als eine Million Euro im Jahr hätte verdienen sollen, sorgte für Zögern bei den Reds.

Kurz zuvor hatte man mit Anthony Le Tallec und Florent Sinama Pongolle zwei weitere europäische Top-Talente verpflichtet, beide kamen für deutlich weniger als das, was man Ronaldo hätte zahlen müssen. "Und ohnehin hätten wir im Kader Anarchie gehabt, wenn die anderen Spieler herausgefunden hätten, wieviel wir einem 18-Jährigen zahlen. Wir versuchten, einen Kompromiss zu finden", erklärte Thompson.

Doch dann machte der heute fünfmalige Weltfußballer eben dieses überragende Spiel gegen Manchester United. Ronaldo war so gut und spielte den Stars der Engländer so viele Knoten in die Beine, dass sogar sie selbst ihrem Trainer Sir Alex Ferguson rieten, diesen Jungen sofort zu verpflichten.

Liverpool ging bei Cristiano Ronaldo leer aus

"Ich werde niemals vergessen, was dann passierte", so Thompson. "Es war ein Dienstag und wir aßen gerade am Trainingsgelände zu Mittag, als auf dieser gelben Breaking-News-Leiste von Sky Sports plötzlich blinkte: 'Manchester United hat Cristiano Ronaldo für 13,5 Millionen Euro verpflichtet'."

Houllier und Thompson fielen aus allen Wolken. "Gerard und ich verschluckten uns fast an unserem Essen", sagte Letzterer. "Ich weiß noch, wie Gerard aufsprang und rief: 'Was zur Hölle ist da passiert?'"

Der Traum von der Verpflichtung eines der vielversprechendsten Talente des Weltfußballs war also geplatzt. Statt nach Liverpool ging Ronaldo zu United, verbrachte dort sechs Jahre, wurde Champions-League-Sieger und dreimal englischer Meister. Nach Engagements bei Real Madrid und Juventus Turin kehrte er im Sommer 2021 zurück.

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