Fussball

FC Liverpool: Berater von Gerrard-Cousin Bobby Duncan erhebt schwere Anschuldigungen

Von SPOX
Wirft dem FC Liverpool über seinen Berater "mentales Mobbing" vor: Bobby Duncan.

Nachwuchsspieler Bobby Duncan und dessen Berater Saif Rubie haben den FC Liverpool mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Duncan, der Cousin von Reds-Legende Steven Gerrard, sei "mental gemobbt" worden, weil der Verein sich konsequent weigere, dem Wechselwunsch des 18-Jährigen zu entsprechen.

"Vor einigen Monaten, vor dem Ende der letzten Saison, hatte Bobby Treffen mit den Verantwortlichen des Vereins, darunter Akademieleiter Alex Inglethorpe", erklärte Rubie in einem Statement auf Twitter, das mittlerweile gelöscht wurde.

"Dabei wurde anerkannt, dass Bobby in Liverpool aus verschiedenen Gründen nicht glücklich war und Alex hat uns offeriert, Angebote für einen Wechsel einzuholen", führte der Duncan-Berater aus.

Der 18 Jahre alte Mittelstürmer war 2018 für kolportierte 200.000 Pfund aus der Jugend von Manchester City zu den Reds gewechselt und erzielte in seiner ersten Saison in der U18 32 Tore. Außerdem wurde er von Jürgen Klopp in den Kader für die USA-Reise im Sommer berufen. Allerdings soll Duncan dennoch keine Chance auf einen dauerhaften Sprung in den Profikader des Champions-League-Siegers gesehen und daher einen Wechsel angestrebt haben.

Duncan-Berater: Liverpool "zerstört das Leben eines jungen Mannes"

Dieser wurde Duncan jedoch nach Angaben seines Beraters mehrfach verwehrt. Das Liverpool Echo berichtete vom Interesse des FC Nordsjaelland aus Dänemark und des AC Florenz, der eine Leihe mit anschließender Kaufoption in Höhe von 1,8 Millionen Euro geboten habe. Als "unrealisitsch und lächerlich" habe der Klub das Angebot laut Rubie angesehen und dem Spieler sogar eine Strafe angedroht, weil Duncan seinen Wechselwunsch vorgebracht habe.

"Die Verantwortlichen in Liverpool haben keine Rücksicht darauf genommen und sind sogar so weit gegangen, ihm schriftlich zu sagen, dass sie ihn bestrafen werden und ihn bis Januar und darüber hinaus im Klub behalten, um ihm eine Lektion zu erteilen", sagte Rubie. Es sei ein "trauriger Umstand, dass ein Verein wie Liverpool mit mentalem Mobbing davonkommen kann und das Leben eines jungen Mannes wie Bobby zerstört."

FC Liverpool "enttäuscht" von Berater-Statement

Am vergangenen Montag berichteten englische Medien, dass Duncan aufgrund seiner Situation einen Einsatz in der U23 gegen den FC Southampton verweigert habe. Der wahre Grund dafür sei der "tiefgehende psychische Stress, in den ihn der Klub befördert hat", sagte Rubie: "Stress, weil man ihm gesagt hat, dass er gehen kann, um ihn dann zu zwingen, gegen seinen Willen zu bleiben." Duncan habe "sein Zimmer vier Tage lang nicht verlassen und wird nie wieder zu Liverpool zurückkehren".

Der FC Liverpool reagierte am Mittwoch auf das Statement des Duncan-Beraters und bezeichnete die Anschuldigungen als "unbegründet" und "nicht nachgewiesen". Der Klub sei enttäuscht, werde jedoch die "Bemühungen fortsetzen, privat mit dem Spieler zusammenzuarbeiten, um eine Lösung im besten Interesse aller Beteiligten zu finden", heißt es in einer Mitteilung. Medienberichten zufolge sollen sich Verantwortliche der Fiorentina in dieser Woche nochmals zu weiteren Gesprächen nach England reisen.

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