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Fussball

Toure wegen Herkunft unterschätzt

Von Adrian Bohrdt
Samir Nasri und Yaya Toure sind bei Manchester City ein eingespieltes Team
© getty

Manchester Citys Samir Nasri hat Mitspieler Yaya Toure überschwänglich gelobt und hält den Nationalspieler der Elfenbeinküste für einen der besten Mittelfeldspieler der Welt. Allerdings erhalte Toure weltweit nicht die angemessene Aufmerksamkeit, da er aus Afrika komme.

"Ich habe keine Lust mehr, über Yaya zu reden. Ihr solltet mittlerweile wissen, wie gut er ist", wird Nasri im "Guardian" zitiert: "Wenn er kein Afrikaner wäre, würde jeder sagen, dass er der beste Mittelfeldspieler der Welt ist. Er kann alles, er kann Tore schießen, er kann verteidigen, er kann angreifen. Mit dem Ball hat er so viel Power."

Toure hatte City mit einem sehenswerten Ausgleichstreffer aus 25 Metern am Sonntag im Finale des League Cups gegen Sunderland (3:1) zurück ins Spiel gebracht. In 37 Pflichtspielen war der Ivorer für City in dieser Saison an 24 Treffern direkt beteiligt. "Ich bin vielleicht nicht ganz neutral, weil ich sein Freund bin. Aber für mich ist er einer der drei besten Mittelfeldspieler der Welt", so Nasri weiter.

Letztlich verhindere nur die Herkunft des 30-Jährigen eine weltweit größere Aufmerksamkeit: "Wenn er aus Argentinien oder Brasilien kommen würde, würde jeder über ihn sprechen. Ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber es gibt einige Argentinier oder Brasilianer die nur aufgrund ihrer Herkunft aus einem der beiden Länder 50 bis 60 Millionen Euro kosten."

Samir Nasri im Steckbrief

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