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Fussball

It's guy love ... between two guys!

Von Oliver Birkner / Dominik Stenzl / Sebastian Schuch

Spanien erstickt im Clasico-Wahnsinn, Leo Messi und Neymar haben aber noch die wirklich wichtigen Dinge im Kopf. In der Vorbereitung achtet Isaac Cuenca auf jedes Detail. Didier Drogba will nochmal zum FC Chelsea zurückkehren, bei Inter und Lazio brechen alle Dämme. Die Blitzlichter aus Europa.

Serie A

Von Oliver Birkner

Bolzplatz des Spieltags: Na das war ja ein Traumwochenende für Milano - also für die Klubs, die gegen die beiden Mailänder antraten. In Florenz herrschte lange gespenstische Stille, da am Abend zuvor ein Ultra der Curva Fiesole tödlich verunglückt war. Auf den Rängen wurde es in Hälfte zwei dann doch etwas lautstärker, als sich Inters Defensive kollektiv zur frühen Nachtruhe entschied, und vier Tore binnen 17 kassierte. Da Florenz eine ebenso dilettantische Abwehr besitzt, lautete der Endstand der Bolzplatz-Bonanza 5:4, wobei Inter in der Nachspielzeit gar noch den Ausgleich verpasste.

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Coach Stefano Pioli, der zwei Zähler aus den letzten fünf Partien sammelte, trat wütend zurück, konnte jedoch wieder umgestimmt werden. Ins schwarzblaue Delirium mischten sich freilich reichlich Witzeleien der Konkurrenz, lediglich Ex-Profi und TV-Kommentator Massimo Mauro überzog es ein wenig: "Ein guter Kumpel von mir sagte neulich, Dialyse ist besser als sich ein Inter-Spiel anzusehen - und er unterzieht sich gerade einer." Mauro ist unter anderem für die fantastische Erfahrung bekannt, neben Zico, Platini und Maradona gekickt zu haben, so hätte er sich sicher eine elegantere Bemerkung ausdenken können.

Impfung des Spieltags: Überhaupt schadet es der Liga momentan, dass aufgrund der desaströsen Kellerkinder ein Haufen Teams in den frühzeitigen Sommerurlaub abtauchte. 43 Treffer fielen (dabei fehlte noch die Partie Pescara v Roma am Montagabend), die meist völlig motivationsarme Klubs kassierten. Palermo bei Lazio zum Beispiel fünf in 26 Minuten. Immerhin bewies der Trainer der Sizilianer Galgenhumor und sagte nach Schlusspfiff: "Hey, die zweite Halbzeit haben wir 2:1 gewonnen. Das gibt Hoffnung." Ohne Frage. Milan erlitt immerhin bloß zwei Gegentore, das machte die 1:2-Heimpleite gegen Empoli jedoch nicht besser. Wie vor zwei Jahren riskieren beide Mailänder eine Saison ohne Europa. Die neue AC-Klubführung ließ im Trainingszentrum Milanello übrigens alle Fotos der Ära Berlusconi von den Wänden entfernen. Womöglich sollte man sie wieder aufhängen, zum Beweis, dass Milan tatsächlich mal ein erfolgreicher Klub war. Wenigstens einer Impf-Kampagne kommen die aktuellen Schattenspiel beider Vereine zugute. Dort hieß es: "Sagt den Kindern, wenn sie sich nicht impfen lassen, sind ihre Abwehrkräfte wie die von Milan und Inter." Die Wartezimmer werden heute sicher überfüllt sein.

Altro? Es ist momentan ungesund, Fußball in Apulien zu betreiben. Kürzlich nahmen sich Idioten in Taranto die Spieler des Drittligisten beim Training mit Fausthieben und Schlägen vor und bedrohten die Profis mit Messern. Drei landeten im Krankenhaus. Wochen später nun passten Delinquenten den Keeper eines Fünftligisten vor seiner Wohnung ab und schlugen ihn Krankenhausreif nachdem der Verein beim Derby 3:4 unterlag. Die Vereinsführung gab nebenher auch nicht die allerbeste Figur ab. Nach zuletzt schwachen Resultaten entschied man, bis Saisonende nicht mehr die Trikots mit den offiziellen Klubfarben Weiß-Rot zu tragen, da "die Profis derer nicht würdig seien". Sachen gibt's.

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