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Fussball

Europa League: Hoffenheims Siegesserie reißt in Belgrad - Gruppensieg dennoch fix

SID
Konnte die Hoffenheimer nicht zum fünften Sieg im fünften Spiel schießen: Andrej Kramaric.
© getty

Die TSG Hoffenheim hat den Gruppensieg in der Europa League perfekt gemacht. Dafür reichte ein torloses Remis bei Roter Stern Belgrad (die Highlights im Video).

Unter der dicken Bommelmütze kam schnell das breite Grinsen von Sebastian Hoeneß zum Vorschein. Der Grund für die gute Laune beim Trainer der TSG Hoffenheim war allerdings nicht das eher freudlose 0:0 in der Europa League beim serbischen Rekordmeister Roter Stern Belgrad. Es war die vorzeitig zu Ende gebrachte Vorrunden-Mission, die Hoeneß strahlen ließ.

Schließlich reichte dem Fußball-Bundesligisten der Punkt am vorletzten Vorrundenspieltag, um den Sieg in der Gruppe L einzutüten. Da störte es die Hoffenheimer auch nicht weiter, dass nach vier Siegen in den vier Spielen zuvor diesmal "nur" ein Unentschieden herausgesprungen war. "Das ist etwas Historisches", sagte TSG-Kapitän und Torhüter Oliver Baumann: "Wir sind alle froh, dass wir es geschafft haben."

Durch das Remis in Belgrad haben sich die Kraichgauer schon vor der letzten Vorrundenpartie am kommenden Donnerstag gegen KAA Gent die Prämie in Höhe von einer Million Euro für den Gruppenersten gesichert. Ihren ersten Einzug in die K.o.-Runde eines Europacup-Wettbewerbs hatten die Hoffenheimer bereits vor dem Spiel beim Tabellenzweiten geschafft.

Um den Corona-Gefahren so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, war der TSG-Tross wie schon in der vergangenen Woche rund um das Spiel bei Slovan Liberec (2:0) zu einem Tagestrip nach Serbien aufgebrochen. Vormittags ging es mit dem Charter-Flieger hin, direkt nach der Partie zurück.

Hoeneß verhilft Marco John zum Profidebüt

Beim Geisterspiel in Belgrad erwischten die Gäste einen guten Start. Der Mannschaft war nicht anzumerken, dass Hoeneß personell kräftig rotiert hatte. Obwohl Kapitän Benjamin Hübner, Pavel Kaderabek, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis fehlten, saßen zahlreiche Stammkräfte wie der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric auf der Bank oder waren gar nicht erst dabei.

Die Pause für einige Leistungsträger, durch die der 18 Jahre alte Marco John zu seinem Profidebüt kam, war als Folge der anhaltenden Krise in der Bundesliga erwartet worden. Nach sieben Partien ohne Sieg hat das Punktspiel am Montag gegen den FC Augsburg (20.30 Uhr/DAZN) für den Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp Priorität.

Mitte der ersten Hälfte hatte die TSG weiter alles im Griff, Torchancen konnten sich die Kraichgauer allerdings nicht erarbeiten. Vom Spitzenreiter der serbischen Liga war in der Offensive gar nichts zu sehen. Auch nach einer halben Stunde konnte keines der beiden Teams eine echte Gelegenheit verbuchen. In der 37. Minute sorgte Hoffenheims Angreifer Munas Dabbur zum ersten Mal für Gefahr.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Kramaric für Dabbur. Trotz guter Ansätze blieb es aber dabei, dass es in der Offensive weiter haperte. Schon nach rund einer Stunde deutete alles auf eine Begegnung ohne Tor hin - obwohl Hoeneß in Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner weitere Stammkräfte brachte.

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