Spaniens Trainer Luis de la Fuente will Regeländerung bei der EM: "Würde auch der Show helfen"

Von Oliver Maywurm
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© getty

Der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente würde eine Abschaffung der Verlängerung zumindest in der frühen K.o.-Phase von großen Turnieren begrüßen.

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"Bei so einem Turnier wie der EM, die so viel fordert, könnte man vielleicht die Verlängerung abschaffen", betonte de la Fuente und führte aus: "Vielleicht nicht in einem Halbfinale oder einem Finale, aber vielleicht in den vorherigen Runden."

Hintergrund seines Vorschlags ist die immer höher werdende Belastung vor allem für Topspieler, die aufgrund der Vielzahl zu absolvierender Spiele nach einer langen Saison körperliche Probleme bekommen und immer häufiger Ermüdungserscheinungen zeigen könnten.

De la Fuente erklärte weiter, eine mögliche Abschaffung der Verlängerung "würde auch der Show helfen, denn die Spieler wären viel frischer und würden die späteren Runden in einem frischeren Zustand absolvieren."

Der Vorschlag des spanischen Coaches wird bei der Copa América aktuell bereits umgesetzt. Dort gibt es in Viertel- und Halbfinale keine Verlängerung, stattdessen fällt die Entscheidung direkt im Anschluss an die reguläre Spielzeit im Elfmeterschießen. Erst im Endspiel würde es in eine Extra Time gehen, sollte es nach 90 Minuten unentschieden stehen.

De la Fuentes Mannschaft musste im Viertelfinale der EM 2024 gegen Gastgeber Deutschland in die Verlängerung, behielt nach 120 Minuten letztlich knapp mit 2:1 die Oberhand.

Im Halbfinale duellieren sich die Spanier nun am Dienstagabend (21 Uhr) in München mit Frankreich um den Einzug ins EM-Finale.

Spanien träumt davon, am Sonntag in Berlin seinen vierten EM-Titel zu feiern und damit alleiniger Rekord-Europameister zu werden.

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