"Hat in diesem Turnier nichts geleistet": Dietmar Hamann schießt nach schwachen EM-Auftritten gegen Harry Kane

Von Falko Blöding
Harry Kane
© getty

Dietmar Hamann hat die Leistungen des englischen Nationalmannschaftskapitäns Harry Kane bei der EM in Deutschland scharf kritisiert. Laut Aussage des ehemaligen FCB-Spielers sollten die Vorstellungen des Stürmers auch den Verantwortlichen des FC Bayern Sorgen bereiten.

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Für Hamann ist klar, dass die spielerisch biederen Auftritte der Engländer bei der EURO auch in den Auftritten ihrer Sturmspitze begründet liegen. Er sagte bei Gambling Zone: "Wenn man nach einem Spieler sucht, der abstauben oder aus kurzer Distanz einköpfen kann, dann ist Kane der Richtige. Aber falls das wirklich alles ist, was du als englischer Stoßstürmer und Kapitän zu bieten hast, dann gibt es sicher einige Stürmer aus den letzten 20 oder 30 Jahren, die gerne wieder ihre Stiefel schnüren und loslegen würden."

Weiter meinte er: "Das ist einfach nicht genug. Die Tatsache, dass England noch im Turnier ist, hat nichts mit Harry Kane zu tun."

Kane kam bei der EM bislang in allen vier Partien der Three Lions zum Einsatz und markierte dabei zwei Treffer. Unter anderem erzielte er per Kopf das Siegtor beim glücken 2:1-Sieg nach Verlängerung im Achtelfinale gegen die Slowakei.

Hamann fordert eine Steigerung: "Von ihm muss mehr kommen bei dieser Endrunde. Er hat hier in vier Spielen nichts geleistet, außer ein paarmal abzustauben."

Für Kane und seine Engländer geht die Europameisterschaft am Samstag mit dem Viertelfinale gegen die Schweiz weiter.

Nach der EM und dem Urlaub kehrt der 30-Jährige zurück zum FC Bayern, an den er noch lange gebunden ist. Für Hamann ist das im Moment keine ideale Situation für den deutschen Rekordmeister: "Er ist dort der Top-Verdiener und steht noch drei Jahre unter Vertrag. Wenn ich ihn mir als Bayern-Verantwortlicher anschauen würde, wäre ich sehr, sehr besorgt wegen seiner Fähigkeit, auf diesem Level der Zielspieler zu sein."

Der Ex-DFB-Spieler erneuerte damit seine Kritik aus der vergangenen Woche, bei der er gemeint hatte, bei Kanes Leistungen für England müsste bei den Bayern-Bossen "der kalte Schweiß ausbrechen".