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EM-Testspiel: Ungarische Fans pfeifen Irland wegen Zeichen gegen Rassismus aus

SID
"Unbegreiflich" und "enttäuschend": Irlands Nationaltrainer Stephen Kenny (49) hat die Pfiffe gegen seine Mannschaft von ungarischen Fans scharf verurteilt.

"Unbegreiflich" und "enttäuschend": Irlands Nationaltrainer Stephen Kenny (49) hat die Pfiffe gegen seine Mannschaft von ungarischen Fans scharf verurteilt.

"Das wirft kein gutes Licht auf Ungarn", sagte Kenny nach dem 0:0 im EM-Testspiel in Budapest. Irlands Spieler waren als Zeichen gegen Rassismus vor der Partie niedergekniet.

"Ich denke, das ist eine sehr wichtige Botschaft", sagte Kenny, die Idee dazu sei aus der Mannschaft gekommen: "Es ist eine wichtige Haltung und ich habe ihnen empfohlen, diese Haltung einzunehmen." Natürlich sei es "enttäuschend" gewesen, dass "das ganze Stadion uns ausgebuht hat". Damit "hatten wir nicht gerechnet", sagte Kenny. 7396 Zuschauer sahen das Spiel.

Während sich Irland nicht für die anstehende EM qualifizieren konnte, ist Ungarn in Gruppe F Gegner der deutschen Mannschaft. Am kommenden Dienstag (18.00 Uhr/ZDF, MagentaSport) starten die Magyaren in der heimischen Puskas-Arena gegen Titelverteidiger Portugal ins paneuropäische Turnier. Am 23. Juni folgt das Duell mit der DFB-Auswahl in München.

Zuvor hatten bereits die Fanreaktionen auf die Kniefälle der englischen Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt. Die eigenen Anhänger buhten die Three Lions vor dem 1:0-Sieg bei der EM-Generalprobe am vergangenen Sonntag in Middlesbrough gegen Rumänien aus. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson verweigerte dem Team daraufhin Rückendeckung für die Kniefall-Proteste gegen Rassismus.

Teammanager Gareth Southgate kündigte bereits die Fortsetzung der Solidaritätsaktion seiner Mannschaft mit der "Black Lives Matter"-Bewegung an. "Das Allerwichtigste für unsere Spieler ist, dass alle gemeinsam diese Überzeugung vertreten. Wir unterstützen jeden Einzelnen", sagte der Coach zuletzt.

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