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Fussball

184 Festnahmen in Warschau

SID
So friedlich wie hier ging es am Rande der Partie Polen gegen Russland nicht immer zu
© Getty

Schwere Zusammenstöße zwischen polnischen und russischen Hooligans haben am Dienstag das EM-Vorrundenspiel beider Länder in Warschau überschattet.

Nach amtlichen Angaben gab es 180 Verletzte, darunter zehn Polizisten, und 184 Festnahmen. Nach Polizeiangaben soll unter den Verletzten auch ein Deutscher sein. Niemand sei lebensgefährlich verletzt, hieß es.

Die Polizei setzte gegen die Randalierer nahe einer Fanmeile Gummigeschosse ein, nachdem sie mit Flaschen und Steinen beworfen wurde. In der Fanmeile verfolgten 75.000 Zuschauer das Spiel, das 1:1 endete.

Vor dem Anstoß zogen 5.000 russische Fans aus der Innenstadt der polnischen Hauptstadt zum Stadion. Am russischen Nationalfeiertag missbrauchten sie den Fanmarsch für nationalistische Parolen. Polnische Fans reagierten auf die Provokationen mit Flaschenwürfen.

Videoaufnahmen sollen Gewalttäter überführen

Kurz vor der Arena gab es auf einer Brücke die ersten Attacken auf Polizisten, die den Fanmarsch begleiteten. Die Polizei griff hart durch, setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die teilweise vermummten Randalierer ein.

Auch während des Spiels nahmen die Krawalle kein Ende: Polnische Fans attackierten nahe der mit etwa 100.000 Menschen gefüllten Fanzone in Warschaus Innenstadt Polizisten. Jugendliche zündeten Pyrotechnik, warfen Steine, Böller und Flaschen auf die Beamten. Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Randalierer vor.

Polizeisprecherin Monika Brodowska sagte, dass die Ermittler jetzt Videoaufnahmen auswerten würden, um weitere Gewalttäter identifizieren zu können.

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