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Fussball

FC Bayern - Bundestrainer Joachim Löw kam wegen Jamal Musiala nach München: DFB sammelt Pluspunkte bei FCB-Juwel

Von Dennis Melzer/Kerry Hau
Jamal Musiala wechselte 2019 vom FC Chelsea zum FC Bayern.

Jamal Musiala vom FC Bayern steht vor der Entscheidung, für welche Nationalmannschaft er künftig spielen möchte. Ein Besuch von Bundestrainer Joachim Löw in München nährt die DFB-Hoffnungen.

Der DFB darf sich berechtigte Hoffnungen machen, dass Bayern-Talent Jamal Musiala künftig im Trikot der deutschen Nationalmannschaft aufläuft.

Nach Informationen von SPOX und Goal fand im Anschluss an die Bundesliga-Partie des FC Bayern gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag ein Austausch zwischen Bundestrainer Joachim Löw und Musiala statt. Musiala und dessen Umfeld fassten Löws Besuch in der bayrischen Landeshauptstadt sehr positiv auf.

Dass der Weltmeistercoach von 2014 in erster Linie wegen Musiala nach München gereist war, wurde im Lager des Top-Talents als enorme Wertschätzung und großes Bemühen wahrgenommen. Vor allem Löws lobende Worte hinterließen dabei Eindruck.

"Er ist ein außergewöhnlich großes Talent. Er hat eine besondere Wertschätzung in Deutschland und beim FC Bayern. Ich denke, er weiß so oder so, dass ich ihn nominieren will", sagte Löw im Gespräch mit der Bild-Zeitung. "Es gibt nicht so viele Talente in Deutschland, die das Niveau mitbringen. Die Entscheidung liegt bei ihm."

Musialas Weg über Chelsea zum FC Bayern

Zum Hintergrund: Musiala, Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters, wurde in Stuttgart geboren und wuchs später im hessischen Fulda auf. Dort sammelte er erste fußballerische Erfahrungen beim TSV Lehnerz. Im Herbst 2010, als Musiala sieben Jahre alt war, zog er mit seiner Familie nach England, wo er fortan für den FC Southampton spielte, ehe sich der FC Chelsea die Dienste des Juwels sicherte.

Bei den Blues durchlief Musiala, zwischenzeitlich neben der deutschen auch mit der englischen Staatsbürgerschaft ausgestattet, sämtliche Nachwuchsmannschaften. Da er als Jugendlicher sowohl für Deutschland als auch für England spielen durfte, buhlten beide Verbände um die Gunst des Youngsters.

Nach einigen Einsätzen für die U15 und U16 der Three Lions gab er 2018 sein Debüt für die deutsche U16, entschied sich jedoch nach nur zwei Partien wieder für die Auswahl Englands. Zuletzt, im November vergangenen Jahres, wurde er von Trainer Adrian Boothroyd erstmals in die englische U21 berufen.

Auch Gareth Southgate buhlt um Musiala

Entsprechend gering muteten die Chancen des DFB mit Blick auf eine Kehrtwende bei Musiala an. A-Nationaltrainer Gareth Southgate hatte zudem bereits vor Löw via Telefon persönlichen Kontakt zu dem umworbenen Mittelfeldmann aufgenommen, um ihn von einer Zukunft im England-Dress zu überzeugen.

Wohl auch in dem Wissen, dass die zahlreichen DFB-Spieler beim deutschen Rekordmeister intensiv versuchen, Musiala ein Engagement in seinem Geburtsland schmackhaft zu machen. Teamkollege Serge Gnabry hatte kürzlich erst erklärt: "Es gibt keine Chance, dass wir ihn ziehen lassen." Er hoffe, dass sich Musiala "weiterhin so gut entwickelt und sein Können für Deutschland und nicht für England nutzt." Eine Entscheidung hat Musiala indes noch nicht gefällt, wird diese aber definitiv bis März treffen, wenn die nächsten Pflicht-Länderspiele anstehen.

Neben der zukunftsträchtigen Nationalelf-Wahl steht Musiala vor einer weiteren Entscheidung: Aktuell befindet er sich mit seinem Management und dem FC Bayern in Vertragsgesprächen. Nach Informationen von SPOX und Goal tendiert Musiala dazu, in München zu bleiben und ein Arbeitspapier bis 2025 zu unterzeichnen. Die Verhandlungen laufen in einer angenehmen Atmosphäre ab - dass Musiala den FCB verlässt, gilt als sehr unwahrscheinlich.

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