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Fussball

Medien: Löw verzichtet erneut auf Ballack

SID
Trotz seiner aufsteigenden Form könnte Michael Ballack wieder nicht zum DFB-Kader gehören
© Getty

Die Zukunft von Kapitän Michael Ballack in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist ungewiss. Eine Rückkehr in das Team von Joachim Löw wird offenbar immer unwahrscheinlicher.

Die Spekulationen um die Zukunft von Kapitän Michael Ballack in der deutschen Nationalmannschaft reißen nicht ab, eine Rückkehr wird offenbar immer unwahrscheinlicher.

Eine Woche vor der Nominierung der DFB-Auswahl gibt es Anzeichen, dass der 34-Jährige trotz seines Stammplatzes bei Bayer Leverkusen und aufsteigender Form erneut im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw für das Länderspiel gegen Uruguay (29. Mai) sowie die beiden EM-Qualifikationsspiele in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) fehlen wird. Der Kader wird am 12. Mai bekannt gegeben.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach Informationen des "Kicker" bereits Kontakt zu den Nationalspielern wegen der benötigten Visa für die Einreise nach Aserbaidschan aufgenommen. Ballack soll nicht dazu gehören. "Wie immer wird der DFB erst nach Bekanntgabe des Aufgebots die Visa für die Spieler abschließend einholen", sagte Nationalmannschafts-Sprecher Harald Stenger.

Keine Äußerung von Löw

Löw will sich über die Personalie Ballack derzeit nicht äußern, erst wieder bei der Kader-Bekanntgabe in der kommenden Woche. Kontakt zum Profi von Bayer Leverkusen gibt es jedoch.

"Wir haben zuletzt öfter miteinander gesprochen", hatte der Bundestrainer erst kürzlich erklärt und Ballack zu diesem Zeitpunkt sogar Hoffnungen auf ein Comeback gemacht. "Er kommt körperlich immer besser in Schuss. Das habe ich auch erwartet. Er macht einen guten Eindruck, strahlt Souveränität und Ruhe aus."

Ballack bestritt bislang 98 Länderspiele, sein letztes im März 2010 gegen Argentinien (0:1). Seit der WM im vergangenen Jahr wird Ballack bei der Nationalmannschaft von Philipp Lahm als Kapitän vertreten. Auf Ballacks Position im zentralen defensiven Mittelfeld gelten seit der WM Bastian Schweinsteiger von Bayern München und Sami Khedira von Real Madrid als gesetzt.

Khediras Einsatz fraglich

Ob Khedira allerdings beim Saisonabschluss der Nationalmannschaft zur Verfügung stehen wird, ist momentan noch sehr fraglich. Der frühere Stuttgarter laboriert an einem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich. "Ich kann nicht abschätzen, ob ich noch ein Spiel bestreiten werde. In der Liga ist es ausgeschlossen, mit den Länderspielen habe ich aber noch nicht komplett abgeschlossen", sagte Khedira dem "Kicker".

Nationalmannschafts-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt habe ihm bei einer Untersuchung in der vergangenen Woche einen "sehr guten Heilungsverlauf" bescheinigt.

Neben Khedira und Schweinsteiger gelten der Stuttgarter Christian Träsch, der Dortmunder Sven Bender und Ballacks Leverkusener Vereinskollege Simon Rolfes als Kandidaten für die Sechser-Position und damit als Konkurrenten zu Ballack. Rolfes, zuletzt bei Bayer sogar nur Ersatz, soll im Gegensatz zu Ballack vom DFB wegen eines Visums bereits kontaktiert worden sein.

Der Kader des DFB-Teams

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