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Fussball

Rene Adler sagt Jogi Löw ab

Von SPOX
Rene Adler hütete bei fünf Qualifikationsspielen zur WM 2010 das DFB-Tor
© Getty

Rene Adler wird in der kommenden Woche nicht zur Nationalmannschaft reisen. Das erklärte der Torhüter nach dem 4:0-Sieg von Bayer Leverkusen über Eintracht Frankfurt am Freitagabend bei Sky. Grund ist die Augenverletzung, wegen der er auch seinem Verein fehlte.

Ohne Rene Adler muss die DFB-Auswahl die beiden Freundschaftsspiele gegen Chile (14. November) und vier Tage später gegen die Elfenbeinküste bestreiten.

"Aus medizinischer Sicht sieht es so aus, dass es keinen Sinn macht, zur Nationalmannschaft zu reisen", sagte der Bayer-Torhüter, der wegen einer Augenverletzung derzeit außer Gefecht ist.

Mit Joachim Löw und Andreas Köpke habe er darüber schon gesprochen. "Jetzt geht es darum, die Verletzung auszukurieren und spezifisches Training zu machen. In Leverkusen bin ich in den richtigen Händen und werde jeden Tag ärztlich betreut", so der 24-Jährige weiter.

Er rechnet jedoch mit einer baldigen Rückkehr auf den Fußballplatz: "Ich bin guter Dinge, dass es Mitte oder Ende der nächsten Woche wieder weg sein wird." Angst, dass die Verletzung chronisch werden könne, habe er nicht.

Adler will Leben umstellen

Dennoch überlegt Adler, seine Gewohnheiten zu ändern, auf Kontaktlinsen zu verzichten und beispielsweise nach dem Training eine Brille zu tragen.

Zuvor hatte es heftige Kritik der Leverkusener an der Nominierung Adlers gegebn. "Er kann zehn Tage keine Kontaktlinsen tragen und ist auch nicht spielfähig", sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes am Freitagabend bei Sky.

Löw hatte Adler sowie den Bremer Tim Wiese und Manuel Neuer (Schalke 04) nominiert.

Kritik von Hannover-Trainer Bergmann

Trainer Andreas Bergmann von Hannover 96 hatte zusätzlich die Nichtnominierung seines Torwarts Robert Enke kritisiert.

"Ich bin damit nicht einverstanden", sagte Bergmann, "eine Berufung wäre ein wichtiges Zeichen für Robert gewesen. Robert war bis zu seiner blöden Erkrankung auf einem sehr guten Weg zur Nummer eins. Einem Spieler mit so großen Fähigkeiten und einer solchen Substanz sollte man die Möglichkeit geben, sich wieder zu zeigen."

Enke war Anfang September an einer bakteriellen Magen- und Darminfektion erkrankt und musste deshalb auf seinen Einsatz in den beiden entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Finnland Mitte Oktober verzichten, für die er eigentlich vorgesehen war.

Insgesamt war der Keeper 63 Tage ausgefallen. Enke feierte erst am vergangenen Samstag beim 1:0-Sieg von Hannover in Köln sein Comeback in der Bundesliga.

Ob Löw einen Ersatz für die derzeitige Nummer eins nominieren wird, ist noch offen.

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