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Fussball

Vergleich mit Luis Suarez, Erbe von Salah und Mane? Liverpools neue Offensivwaffe Luis Diaz

Von Neil Jones

Lange galt das Trio aus Salah, Firmino und Mane beim FC Liverpool als unantastbar - doch eine neue Generation rückt nach. Einer der Erben: Luis Diaz.

Jürgen Klopp sagt, er habe noch nie einen Fußballer so viel lächeln sehen - und das ist kein Wunder. Luis Diaz' Start in Liverpool hätte nämlich kaum besser laufen können.

Es mag vielleicht noch etwas früh sein, aber es sieht so aus, als hätten die Reds wieder einen Volltreffer auf dem Transfermarkt gelandet. Liverpool kauft nicht oft Spieler, aber sehr viele schlagen ein. Nachdem bereits Sadio Mane und Mohamed Salah - gefolgt von Diogo Jota - voll eingeschlagen haben, scheint man letzten Winter ein weiteres offensives Juwel gefunden zu haben.

Der Kolumbianer könnte die Reds am Ende mehr als 65 Millionen Euro kosten, aber das könnte sich durchaus als Schnäppchen erweisen, wenn Diaz so weitermacht wie bisher.

Klopp: "Wussten, dass er sich bei Liverpool einfügen würde"

"Wir wussten, dass er sich sofort einfügen würde", sagt Klopp, aber selbst er war überrascht, wie gut sich der 25-Jährige an der Merseyside eingelebt hat. "Man darf keine Wunder erwarten", fügt der Reds-Boss hinzu, "aber er ist nicht weit davon entfernt, genau das zu tun."

Seinen ersten Titel hat Diaz bereits in der Tasche, nachdem er im Februar mit einer Glanzleistung im Carabao-Cup-Finale gegen Chelsea überzeugte, und am Samstag kehrt er ins Wembley-Stadion zurück, wenn Liverpool im Halbfinale des FA-Cups auf Manchester City trifft.

Davor steht allerdings noch das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Benfica in Anfield auf dem Programm (21 Uhr im LIVETICKER). Diaz, der zuletzt für den FC Porto spielte, dürfte dabei besonders motiviert sein - nachdem er bei Liverpools 3:1-Sieg im Estadio da Luz im Hinspiel mit seinem späten Tor bereits der Mann des Spiels war.

FC Liverpool: Luis Diaz erinnert an Luis Suarez

"Er sieht aus, als wäre er schon seit Jahren hier", sagte der ehemalige Liverpooler Flügelspieler Stewart Downing kürzlich bei GOAL und SPOX. Downing, der 2011 für 26 Millionen Euro von Aston Villa zu den Reds wechselte, verglich Diaz mit Luis Suarez, weil er den Konkurrenzkampf und die Körperlichkeit des englischen Fußballs so gut verinnerlicht habe.

Das ist in der Tat ein großes Lob, und wenn Diaz auch nur annähernd die Wirkung hat, die Suarez in Anfield hatte, dann wird Liverpool noch viel Freude mit ihm haben. Der Uruguayer mag zwar nicht viel gewonnen haben, und er sorgte auch für einige negative Schlagzeilen, aber in seinen dreieinhalb Jahren an der Merseyside wurde er zu einem der besten Spieler der Welt. Diesem Beispiel sind inzwischen Spieler wie Mane und Salah gefolgt.

Könnte Diaz ähnliche Höhen erklimmen? Er wird immerhin als langfristiger Nachfolger von Mane auf der linken Seite gehandelt, ein Spieler mit Schnelligkeit und Können, der das Talent, die Arbeitsmoral und die Einstellung besitzt, um unter Klopps Führung noch besser zu werden.

"Ich habe noch nie einen Spieler gesehen, der so viel Spaß am Training hat", sagte Klopp auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Benfica am Dienstag. Dieser Enthusiasmus habe sich nur positiv auf die Spieler ausgewirkt, die schon da waren.

Eigentlich gab es an der offensiven Dreierreihe um Salah, Mane und Roberto Firmino kein Vorbeikommen, aber sowohl Diaz als auch Jota haben gezeigt, dass es möglich ist. Jota stand am Sonntag im Etihad-Stadion vor Firmino in der Startelf, und es wäre keine Überraschung, wenn Diaz am kommenden Wochenende im Wembley-Stadion den Vorzug bekäme.

FC Liverpool: Mane, Salah und Firmino nicht mehr unantastbar

"Sie haben sich selbst den Rücken gestärkt", sagt Downing, "und das muss man ihnen hoch anrechnen. In der Vergangenheit haben wir uns Mane, Salah und Firmino angeschaut und gedacht: 'Die werden immer spielen'. Aber jetzt sind es drei von fünf oder sechs, nicht wahr?"

Für welche Kombination sich Klopp auch entscheidet, er muss sich keine Sorgen machen. Zum ersten Mal stehen ihm fünf hochkarätige Stürmer zur Verfügung, die er ausruhen und rotieren kann, ohne an Stärke zu verlieren.

Und das ist auch wichtig, wenn die Saison für Liverpool nun in die heiße Phase geht und man bedenkt, dass die Reds in der zweiten Aprilwoche noch 13 Spiele in drei Wettbewerben haben könnten.

Diaz kann also in den kommenden Wochen mit zahlreichen Chancen rechnen, sich zu beweisen. Er ist mit Sicherheit ein Star der Zukunft, aber auch das Hier und Jetzt ist ziemlich spannend.

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