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Fussball

Tränen und Wut: Rooneys Ausbruch auf der United-Party nach dem siegreichen CL-Finale 2008

Von Chris Lugert
Wayne Rooney war nach dem CL-Erfolg 2008 enttäuscht.

Wayne Rooney und United gewannen 2008 das Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea. Die Vereinsikone war danach aber extrem enttäuscht.

Das Champions-League-Finale 2008 in Moskau ist reich an Geschichten. Der Ausrutscher von John Terry, als dieser im Elfmeterschießen den Siegtreffer für den FC Chelsea auf dem Fuß hatte. Der verschossene Strafstoß von Cristiano Ronaldo in dem bis dahin vielleicht wichtigsten Spiel seiner Karriere, in dem er zuvor aber den Führungstreffer erzielt hatte und zudem mit acht Treffern Torschützenkönig der Champions-League-Saison wurde. Oder aber die erneute Finalniederlage für Michael Ballack, dessen Ruf als ewiger Zweiter in großen Spielen weiter zementiert wurde.

Eine auf dem Feld eher unauffälligere Rolle nahm Wayne Rooney ein. Als das Duell zwischen seinem Herzensklub Manchester United und den Blues im größten aller möglichen Showdowns entschieden wurde, sah der heutige Rekordtorschütze der Red Devils von draußen nur zu. Denn nach einer eher diskreten Vorstellung nahm Trainer Sir Alex Ferguson den Stürmer in der Verlängerung vom Platz - obwohl Rooney vermutlich eine zuverlässige Option im Elfmeterschießen gewesen wäre.

Am Ende behielt Ferguson recht. Rooneys Ersatzmann Nani verwandelte seinen Elfmeter, Nicolas Anelka versagten gegen United-Torwart Edwin van der Sar die Nerven und Manchester United gewann nach neun Jahren Wartezeit wieder den Henkelpott. Bei der Feier mit dem Pokal war dann auch Rooney wieder mittendrin. Doch innerlich zerriss es ihn fast. Das bestätigte nun Jahre später Mick Clegg, der damals zum Trainerteam der Red Devils gehörte.

Rooney "weinte bitterlich" nach dem CL-Finale 2008

In einem Interview mit The Athletic räumte Clegg nun ein, dass Rooney trotz des Sieges am Boden zerstört war und mit sich selbst hart ins Gericht ging. So sagte Rooney laut Clegg: "Es war so sch***, ich war so sch***. Ich bin so verdammt enttäuscht." Der Offensivspieler ertränkte seine Wut auf sich selbst an diesem Abend demnach schließlich im Alkohol. "Plötzlich lag Wayne weinend mit dem Kopf auf meiner Schulter. Er konnte einfach nicht glauben, wie das Spiel gelaufen war", berichtete der damalige Coach.

Welche Bedeutung er stets für das Team hatte, verdrängte Rooney in diesem Moment komplett. "Wayne war ein wichtiger Teil des Teams und ein großer Teil des Erfolgs, aber er fühlte sich einfach nicht als Teil des Abends, weil er ausgewechselt wurde", so Clegg. Rooney hatte an diesem Abend in Moskau mehr über die Außenposition gespielt, damit Ronaldo zentraler agieren konnte. Dadurch nahm Rooney aber kaum Einfluss auf das Spiel. "Es hat ihn innerlich wirklich hart getroffen. Er tat mir so leid", sagte Clegg.

"Bitterlich geweint" habe Rooney schließlich, obwohl er gerade den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert hatte. "Das solle sein großer Moment sein, aber stattdessen wurde er ausgewechselt und die Schlagzeilen gehörten Cristiano für sein Tor und Edwin für seine Parade", so Clegg weiter.

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