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Fussball

FC Bayern: Vier Gründe, warum der FCB unter Hansi Flick die perfekte Turniermannschaft ist

Von Dennis Melzer
Beim FC Bayern passt momentan fast alles.

Der FC Bayern hat sich bestmöglich an die Rahmenbedingungen in Lissabon angepasst. Vier Argumente, warum die Münchner zur Turniermannschaft taugen.

Wenn man sich durch die pittoresken Gässchen Lissabons bewegt, die opulenten Plätze aufsucht, von denen man den perfekten Blick aufs Wasser und die Ponte 25 de Abril genießen kann, deutet kaum etwas darauf hin, dass hier etwas Großes, etwas Historisches im Gange ist.

Erstmals in der Geschichte der Champions League wird der wichtigste Fußball-Klubwettbewerb in nur einer Stadt, zudem im klassischen K.o-Modus, ohne Hin- und Rückspiel ausgetragen. Ansatzweise WM- beziehungsweise EM-Feeling für die jeweiligen Mannschaften, die ihre Teamhotels bezogen haben, jedoch weniger für die Fans, die bekanntermaßen nicht live am Geschehen partizipieren dürfen.

Veränderte, ja ungewöhnliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten, auf die es sich einzustellen gilt. Dem FC Bayern ist die Akklimatisation offensichtlich geglückt - und zwar in beeindruckender Art und Weise, wie das utopisch gute 8:2 gegen den FC Barcelona gezeigt hat. SPOX und Goal liefern vier Argumente, warum die Münchner das Turniermannschaft-Gen besitzen.

1. Coutinho, Süle und Co: Die FCB-Reservisten in bestechender Form

Gerade bei klassischen Turnieren, die traditionell mit einem eng getakteten Spielplan aufwarten, kommt es erfahrungsgemäß auf die viel zitierte Breite im Kader an. Dass die Bayern darüber verfügen, hat sich bereits in den vergangenen Monaten angedeutet, im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea manifestierte sich die Beobachtung.

Niklas Süle feierte nach überstandenem Kreuzbandriss sein Comeback, Philippe Coutinho wirbelte nach seiner Einwechslung mit großer Spielfreude, Corentin Tolisso steuerte den Treffer zum 3:1 bei und selbst Alvaro Odriozola, der seit seinem Leih-Wechsel von Real Madrid nie eine Rolle unter Hansi Flick spielte, durfte seine erste Vorlage im Bayern-Dress bejubeln.

"Coco war lange verletzt, deshalb hat es uns alle sehr gefreut", sagte Flick im Anschluss bei Sky mit Blick auf Tolissos Erfolgserlebnis und schob nach: "Auch für Alvaro, der sicherlich keine leichte Saison hatte, war es wichtig, eine Vorlage zu geben." Dass die Reservisten derart auftrumpften, sei "ein Zeichen, wie die Atmosphäre in der Mannschaft aktuell ist."

Auch Thomas Müller ging auf die Form derjenigen ein, die sich in der Vergangenheit im zweiten Glied wiederfanden: "Philippe ist ganz wichtig für uns, wir sind sehr froh, dass er bei der K.o-Phase Teil unseres Teams ist. Jeder kennt seine extravagante Qualität." Generell sei "es wichtig, nicht nur elf Spieler" auf dem Platz zu haben. Müller ergänzte: "Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Spieler, die von außen hereinkommen, das Spiel oftmals entscheiden."

Entscheidend war beispielsweise Coutinhos Leistung gegen seinen Ex-Klub am Freitagabend nicht, wurde er doch erst in 76. Minute, beim Spielstand von 5:2 eingewechselt. Trotzdem zeigte der kleine Brasilianer, dass auf ihn Verlass sein kann, wenn er von der Bank kommt. Sein 14-minütiger Arbeitsnachweis: zwei Tore, eine Vorlage. Auch die weiteren Einwechselspieler Coman, Süle - und die kurz vor Abpfiff mit Spielzeit bedachten Tolisso und Lucas Hernandez reihten sich ins funktionierende Konstrukt ein.

"Was mich freut, ist die Tatsache, dass die Einwechselspieler nahtlos an das angeknüpft haben, was die anderen Jungs zuvor auf dem Platz gemacht haben", schwärmte Flick nach Bayerns 8:2-Machtdemonstration. "Jeder möchte sich einbringen, jeder hat die innere Überzeugung, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen."

Diese Voraussetzung könnte im weiteren Turnierverlauf noch ganz wichtig werden.

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