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Fussball

Keep the faith

Von Marco Nehmer
Coach David Moyes bejubelt das Tor von Juan Mata
© getty

Bei Manchester United ist der Glaube zurückgekehrt - der Glaube, im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Bayern am Mittwoch bestehen und die nächste Runde erreichen zu können. Die Generalprobe im der Premier League ist mit Bravour geglückt, doch ein großes Fragezeichen bleibt.

"Wie ausgewechselt", "zurück in der Erfolgsspur" - die englischen Medien waren Manchester United am Samstag wohlgesonnen. Das 4:0 bei Newcastle United produzierte wohltuend positive Nachrichten für die Mannschaft von David Moyes - ein fast schon vergessenes Gefühl beim englischen Rekordmeister, hagelte es in der Vergangenheit doch oft genug Hohn und Spott.

Der Auswärtserfolg im Norden Englands war der höchste Premier-League-Sieg in der Ära Moyes, zudem der höchste United-Erfolg seit über zwei Jahren (5:0 gegen Wolverhampton am 18. März 2012). "Ich bin begeistert von unseren Auswärtsauftritten", schwärmte Moyes nach dem Spiel, das den Formanstieg der letzten Wochen nach zuvor teils unwürdigen Leistungen untermauerte.

Uniteds Trumpf ist die Auswärtsstärke

Mit dem Erfolg bei den Magpies hat sich United nun sogar zum Spitzenreiter der Auswärtstabelle aufgeschwungen. Fast schon ein gutes Omen, dass es jetzt ins 1.300 Kilometer entfernte München geht, wenn auch ohne den nicht spielberechtigten Doppeltorschützen Juan Mata.

Durch das mehr als respektable 1:1 im Old Trafford gegen die favorisierten Bayern am vergangenen Dienstag hat sich die Moyes-Elf eine vielversprechende Ausgangslage für das Rückspiel erhalten. Nach dem 1:3 von Chelsea bei Paris St. Germain ruhen die Halbfinal-Hoffnungen auf der Insel nun ausgerechnet auf dem belächelten Meister - und der vermeintlichen Schwächephase der Münchner.

Jones: "Notfalls auch hässlich gewinnen"

Das 0:1 hat die Bayern nach zuvor 53 Spielen in Serie ohne Niederlage etwas entzaubert und auch den Briten vorgeführt, dass der Triple-Sieger schlagbar ist. "In Deutschland wird es sehr hart, und wir werden erneut eine ähnliche Leistung wie im Hinspiel abliefern müssen", so Verteidiger Phil Jones. "Wir dürfen uns nicht zu schade sein, notfalls auch hässlich zu gewinnen."

Sein Trainer sieht ebenfalls eine Chance nach den Erfahrungen des Hinspiels. "Wir haben mit einem Matchplan agiert und ich denke, Pep wird und muss darauf taktisch reagieren", so Moyes. Jedoch werde auch United das Rückspiel taktisch "aus einem Blickwinkel betrachten". Der Schotte will Tore sehen.

Moyes hofft auf schnelle Heilung bei Rooney

"Wir müssen sicherstellen, keinen Gegentreffer zu kassieren, denn dann wird es schwer. Wenn man den Bayern hinterherjagt, hat man keine Chance, weil sie mit dem Ball gut umgehen können. Wir müssen das erste Tor schießen." So wie 2010, als United zwar mit 1:2 in der Allianz Arena unterlag, die Bayern aber früh überrumpelte und nach zwei Minuten durch Wayne Rooney in Führung ging.

Doch der Torschütze von damals ist Manchesters größte Sorge vor dem Rückspiel. Nach Robin van Persie droht mit Rooney der zweite Superstar auszufallen - der lädierte Zeh ist Schuld. "Wir müssen seinen Zeh genau im Auge behalten. Wir werden ihn das gesamte Wochenende über behandeln und sehen, ob wir die Heilung so beschleunigen können", bangt Moyes um seinen Schlüsselspieler.

Noch hofft der rote Teil der Stadt auf den bulligen Angreifer, der die Bälle in der Bayern-Hälfte festmachen soll. Sollte es nicht reichen, müssen andere einspringen. "Jeder will gegen die Bayern spielen, das haben wir heute bewiesen", so Javier Hernandez am Samstag nach dem Abpfiff. Seine persönliche Generalprobe als Rooney-Backup zündete: Ein Tor und eine Vorlage standen zu Buche - Wiederholung in München erwünscht.

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