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Fussball

"Das war ein sehr souveräner Auftritt"

Von Aufgezeichnet von Thomas Gaber
Thomas Müller (l.) gewann mit dem FC Bayern München 3:0 gegen ZSKA Moskau
© getty

3:0 gewonnen und sich dabei spielerisch gesteigert. Der Champions-League-Auftakt ist Titelverteidiger FC Bayern München gelungen. Thomas Müller sprach anschließend im Interview über das Spiel, die Diskussion um die Sammer-Kritik und Lahm'sche Drehungen.

Frage: Herr Müller, wie fällt Ihr Fazit nach dem erfolgreichen Champions-League-Auftakt aus?

Thomas Müller: 3:0 ist ein souveränes Ergebnis. Ich kann mich an keine nennenswerte Torchance vom Gegner erinnern. Wir standen defensiv sehr gut und haben wenig zugelassen. Wir haben mit zwei Standards das schnelle 2:0 gemacht und hatten weitere Chancen. Das war ein sehr souveräner Auftritt.

Frage: War das wieder Dienst nach Vorschrift des FC Bayern?

Müller: Ich wusste, dass diese Frage kommt, die höre ich nicht zum ersten Mal. Aber ich werde mich zu dem Thema nicht äußern.

Frage: Anders gefragt: War das die richtige Reaktion auf die Kritik von Matthias Sammer? Hat das bei der Mannschaft einen Ruck ausgelöst?

Müller: Es gab eine Reaktion auf das Auftaktspiel der Champions League. Jeder, der schon ein bisschen länger dabei ist, weiß, dass es enom wichtig ist,in die Gruppenphase mit drei Punkten zu starten. Ich weiß nicht, ob das, was vorher gesprochen wurde, Einfluss auf unsere Leistung hatte. Ich kann es aber auch nicht verneinen.

Frage: War Sammers Kritik überhaupt nötig?

Müller: Die Leute, deren Wort bei uns Gewicht hat, haben sich dazu geäußert. Da muss ich nicht auch noch meinen Senf abgeben. Das geht jetzt schon drei, vier Tage so und irgendwann ist es auch mal gut.

Frage: Wenn man den russischen Meister souverän schlägt, ist das ein Zeichen, dass die Mannschaft gerüstet ist für eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League?

Müller: Es ist ein Zeichen, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Wir haben souverän gewonnen und mussten zu keinem Zeitpunkt zittern. Jetzt bereiten wir uns in den nächsten Wochen im Drei-, Viertagesrhythmus auf das nächste Spiel vor.

Frage: Mit Bastian Schweinsteiger ist ein verletzter Spieler wieder zurück. Bei Martinez, Thiago und Götze wird es noch etwas dauern. Ist das zu kompensieren?

Müller: Je mehr Zeit vergeht, desto besser ist es für uns, weil dann die verletzten Spieler langsam zurückkommen. Ich bin nicht der zuständige Mannschaftsarzt und weiß auch nicht, was mit Bastian in den nächsten Tagen geplant ist. Uns fehlen in den nächsten Wochen noch wichtige Spieler und deshalb ist es wichtig, dass wir gut eingekauft haben, weil so können wir die Ausfälle ganz gut kompensieren.

Frage: Wie beurteilen Sie die Leistung von Philipp Lahm, der erneut im Mittelfeld zum Einsatz kam?

Müller: Seine Spielweise ist nicht anders. Er läuft Gegner ab und grätscht.Der Unterschied ist nur, dass Philipp im Mittelfeld grätscht und nicht an der Außenlinie. Er hat auch wieder seine berühmte Lahm'sche Drehung zum Besten gegeben. Er war nur woanders aufgestellt und hat seine Sache exzellent gemacht, was aber keinesfalls eine Überraschung ist. Da kann man auch Hermann Gerland zitieren: "Außer ins Tor kann man Philipp überall hinstellen."

Frage: Kommen Sie im Training an den Ball, wenn Lahm seine Drehung macht?

Müller: Bei mir versucht er das gar nicht, weil er weiß, dass ich ihn sofort aus den Socken haue.

FC Bayern - ZSKA Moskau: Daten zum Spiel

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