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Fussball

DSC Arminia Bielefeld - 1. FC Union Berlin 0:0: Kramer-Debüt endet torlos

Von SID
Julian Ryerson prallte in der ersten Halbzeit mit seinem Torhüter Andreas Luthe zusammen.

Beim Debüt des neuen Trainers Frank Kramer kommt Arminia Bielefeld nicht über ein 0:0 gegen Union Berlin hinaus (hier geht es zu den Highlights). Dabei sorgt in Halbzeit eins ein übler Zusammenprall von Union-Keeper Andreas Luthe und Julian Ryerson für Aufregung.

Frank Kramer sammelte ein paar Zettel von der Trainerbank zusammen und steckte sie ein. Zufrieden klatschte der neue Coach von Arminia Bielefeld seine Spieler ab. Seine Bundesliga-Rückkehr nach fast acht Jahren brachte seinem neuen Klub zwar nicht den ersten Sieg der Rückrunde, doch durchaus positive Aspekte.

"Die Mannschaft hat Feuer und Leidenschaft gezeigt", sagte der 48-Jährige nach dem 0:0 gegen Union Berlin bei Sky: "Wir haben gut dagegengehalten, immer unsere Chance gesucht." Es sei zwar noch "eine Menge Luft", ergänzte Kramer, "aber es war ein kleiner Schritt, wieder auf die Piste zu kommen."

Das sahen auch seine Spieler so. "Wir pushen uns, so kann es bergauf gehen", meinte Mittelfeldspieler Arne Maier: "Er sagt uns ganz klar, wie wir spielen sollen, das haben wir in der ersten Halbzeit ganz gut umgesetzt."

Lob gab es auch vom Gegner. "Die Arminia hat es gut gemacht, eine gute Organisation, wenig zugelassen", sagte Union-Torwart Andreas Luthe. Nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg steht Bielefeld aber weiter auf dem Relegationsplatz. Mit einem Sieg am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Werder Bremen könnte die Arminia zum ersten Mal seit dem 18. Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Berlin hält durch das Unentschieden Anschluss zu den Europacup-Plätzen.

Unions Luthe und Ryerson nach Zusammenprall lange behandelt

Am vergangenen Montag hatten die Bielefelder überraschend Aufstiegsheld Uwe Neuhaus entlassen. Vor allem die bisherige Rückrundenbilanz hatte den Ausschlag gegeben: In den ersten fünf Partien hatten die Bielefelder 17 Gegentreffer kassiert und nur einen Punkt geholt. Auch soll Neuhaus weniger auf junge Spieler gesetzt haben, als die Führung wünschte.

Gegen Union nahm Kramer drei Startelf-Änderungen vor. Unter anderem ersetzte Maier, der von Neuhaus zuletzt nicht mehr berücksichtigt worden war, den gelbgesperrten Fabian Kunze.

Für die Berliner kehrte Luthe nach drei Spielen zurück zwischen die Pfosten. Schon in der dritten Spielminute krachte der Keeper nach einem Freistoß der Arminia heftig mit Linksverteidiger Julian Ryerson zusammen. Beide bluteten und mussten minutenlang behandelt werden, konnten aber weitermachen. "Die Nase tut weh, aber mit geht's gut", sagte der Keeper.

Nach der langen Behandlungspause war Bielefeld sofort wieder im Spiel. Angefeuert von den lautstarken Kommandos Kramers, agierte die Arminia gallig und machte früh Druck. Nach einem Ballgewinn kurz vor dem Strafraum der Unioner stand auf einmal Stürmer Sergio Cordova alleine vor Luthe, der aber unbeeindruckt von der Unterbrechung stark hielt (13.).

Union war anschließend bemüht, die Kontrolle zu übernehmen, ohne dabei wirklich zu Chancen zu kommen. Bielefeld machte es defensiv diesmal gut und ließ die Berliner Angriffsversuche abprallen. Die Gastgeber selbst versuchten, durch gezieltes Pressing immer wieder Nadelstiche zu setzen. Richtige Torgelegenheiten blieben aber aus, die Begegnung fand hauptsächlich im Mittelfeld statt und wurde von beiden Mannschaften intensiv geführt.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Defensiv-Reihen bestimmten das Spiel, und beim gefährlichen Kopfball von Marius Bülter war Arminia-Keeper Stefan Ortega zur Stelle (51.). Die Berliner wurden stärker.

Arminia Bielefeld - Union Berlin: Die Stimmen

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld): "Wir haben heute ein sehr intensives Spiel gesehen, in das beide Mannschaften viel investiert haben. Es gab viele Zweikämpfe, und beide Mannschaften hatten dadurch Probleme, sich Chancen zu erspielen. Wir hatten in der ersten Halbzeit eine klare Chance, bei der wir in Führung gehen können. Andersrum muss man sagen, hatten wir am Ende zweimal einen guten Torwart. Wir sind alle zufrieden, dass wir kein Gegentor bekommen haben. Weil man nur Spiele gewinnen kann, wenn man weniger Tore als der Gegner kassiert. Mit diesem Part sind wir zufrieden. Keine Chancen zuzulassen, geht in der Bundesliga selten."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Es war ein bisschen komischer Start. Diese lange Unterbrechung hatte sicherlich einen Einfluss auf das Spiel. Da hatten beide Mannschaft mit zu kämpfen. Die erste Hälfte war ausgeglichen, da musste uns Andreas Luthe in einer Situation helfen. Aber in der zweiten Hälfte habe ich ein dominantes Union gesehen gegen einen tiefstehenden Gegner. Wir hatten drei, vier große Möglichkeiten, aus denen wir ein Tor machen müssen. Das ist uns nicht gelungen, und dann nehmen wir den einen Punkt mit."

Arminia Bielefeld - Union Berlin: Die Aufstellungen

Arminia: Ortega - Brunner (79. de Medina), Pieper, Nilsson, Laursen - Maier (79. Hartel), Prietl - Cordova (29. Voglsammler), Vlap (65. Doan), Okugawa - Klos (79. Schipplock)

Union: Luthe - Trimmel, Friedrich, Knoche, Ryerson - Ingvartsen (62. Endo), Andrich, Prömel, Bülter - Pohjanpalo (62. Musa), Kruse (85. Gentner)

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