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Fussball

1. FC Union Berlin - FC Augsburg 1:3: Trotz Kruse-Debüt - Fehlstart für Union gegen FCA

SID
Der 1. FC Union Berlin tat sich schwer gegen präsente Augsburger.

Der FC Augsburg ist mit einem gelungenem Auftritt in die neue Spielzeit der Bundesliga gestartet. Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich setzte sich mit 3:1 (1:0) bei Union Berlin durch und verschaffte sich für den schwierigen Heimspiel-Auftakt am kommenden Wochenende gegen Borussia Dortmund eine gute Ausgangsposition.

Max Kruse ging zur Seitenauslinie und nahm erstmal einen Schluck aus der Wasserflasche. Der hochkarätige Neuzugang von Union Berlin musste sich zum Auftakt der Fußball-Bundesliga mit einer Heimpleite abfinden, sein Frust war offensichtlich. Der Klaps von Trainer Urs Fischer war nur ein schwacher Trost für Kruse, der in der 72. Minute beim 1:3 (0:1) gegen den FC Augsburg ins Spiel gekommen war.

"Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht klar genug dran und haben als Team nicht gut verteidigt, das führt zu Gegentoren", sagte Kruse, "das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich am ersten Spieltag, da brauchen wir nichts schönreden."

Der prominente Neuzugang der Köpenicker, der zuletzt in der türkischen Süper Lig bei Fenerbahce gekickt hatte, weiß allerdings auch, dass bei ihm ebenfalls Luft nach oben ist. "Ich glaube noch nicht, dass ich bei 100 Prozent bin. Das war nach rund sechs Monaten Pause auch nicht zu erwarten. Aber ich arbeite weiter daran. Ich will der Mannschaft natürlich so schnell wie möglich helfen", äußerte Kruse.

Ruben Vargas (40.), Michael Gregoritsch (82.) und Andre Hahn (89.) trafen für die bayerischen Schwaben, Marius Bülter (75.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 erzielt. "Wir hätten hier gerne was mitgenommen. Ich glaube auch, dass es möglich gewesen wäre", betonte Union-Keeper Andreas Luthe. Man habe das Spiel in der ersten Hälfte "eigentlich unter Kontrolle gehabt. Was uns gefehlt hat, war Torgefahr vorne, den letzten Ball zu Ende zu spielen, da waren wir teilweise zu schlampig".

Unions Gentner verletzt sich früh

4600 Zuschauer waren ins Stadion an der Alten Försterei gekommen, hatten das zur Verfügung gestellte Kontingent vollständig ausgenutzt und feuerten ihre Mannschaft während der gesamten Spielzeit an. Pikant: Bei beiden Teams stand jeweils der Vorjahreskeeper des Gegners im Tor.

Die Gastgeber waren um Spielkontrolle bemüht, taten sich bei Ballbesitz aber schwer. Die meiste Gefahr brachten zunächst hohe Bälle. Augsburg präsentierte sich zweikampfstark und eroberte viele Bälle, im schnellen Spiel nach vorne unterliefen den Gästen allerdings viele Abspielfehler. So wurde es zunächst eine zähe Partie.

Pech hatte Union in der 24. Minute. Mittelfeldspieler Christian Gentner verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners, für den Routinier kam Sebastian Griesbeck aufs Feld.

Union hat Liverpools Awoniyi ausgeliehen

Unions Spiel litt unter der Offensivschwäche, auch wenn der Druck der Eisernen im weiteren Spielverlauf zunahm. Gutes Sturmpersonal ist rar. Kruse war lange verletzt, Anthony Ujah fehlt wegen einer Knieverletzung, und Sebastian Andersson wechselte zum 1. FC Köln.

Deshalb haben die Berliner auch Stürmer Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool ausgeliehen. Der 23-Jährige spielte in der vergangenen Saison für den FSV Mainz 05.

Fischer versuchte in der 71. Minute, mit einem Doppelwechsel die Wende zu erzwingen. Doch am Ende reichte es nicht für die Gastgeber.

Union Berlin - FC Augsburg: Die Aufstellungen

Union: Luthe - Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz (87. Gießelmann) - Andrich - Becker (71. Kruse), Prömel (71. Teuchert), Gentner (25. Griesbeck), Bülter - Ingvartsen (87. Mees).

Augsburg: Gikiewicz - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago - Khedira, Gruezo (86. Jensen) - Caligiuri (86. Oxford), Vargas (76. Hahn) - Niederlechner (76. Finnbogason), Gregoritsch (89. Strobl).

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