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Fussball

Spätes Bremer Remis beim VfB

Schön war's lange Zeit nicht, was Stuttgart und Werder den Zuschauern boten
© Getty

Der VfB Stuttgart und Werder Bremen haben sich im Kellerduell des 15. Spieltags mit einem für beide Seiten unbefriedigenden 1:1 (1:0) getrennt und stecken weiter in der Abstiegszone fest.

Vor 45.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena sorgte Lukas Rupp für die verdiente Führung der Gastgeber (33.), die Anthony Ujah nach dem Seitenwechsel per Abstauber egalisieren konnte (71.) und so für den Endstand sorgte.

Der Bremer Zlatko Junuzovic musste nach einem Foul von Timo Baumgartl in der 51. Minute mit einer Verletzung an der Schulter ausgewechselt werdem.

Der VfB (elf Punkte) schiebt sich mit dem gewonnenen Punkt auf Platz 17, Werder (14) rangiert jetzt auf Rang 15.

Die Reaktionen:

Jürgen Kramny (Interimstrainer Stuttgart): "Wir sind alle enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. In der ersten Halbzeit war es gut, dann haben wir nachgelassen. Wir dürfen nicht zu passiv werden und müssen längere Phasen haben, wo wir das Spiel kontrollieren."

Christian Gentner (Stuttgart): "Es ist unglaublich ärgerlich, weil wir in der ersten Halbzeit die absolut dominierende Mannschaft waren. Das Spiel heute musst du gewinnen. Natürlich wollten wir eine bessere Organisation reinkriegen, weil wir bisher so viele Gegentore kassiert haben. Trotz allem ist es noch ein weiter Weg. Mit dem Punkt gegen Bremen haben wir nicht alle besänftigt und alles wieder gut gemacht. Wir haben noch einen ganz schwierigen Weg vor uns und der geht Freitag in Mainz weiter."

Viktor Skripnik (Trainer Bremen): "Wir sind zurückgekommen, damit können wir zufrieden sein. In der ersten Halbzeit haben wir zu ängstlich gespielt."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Viktor Skripnik reagiert auf die 1:3-Derby-Klatsche gegen den HSV und bringt bei den Bremern drei Neue für die Startelf. Fritz, Öztunali und Galvez stehen von beginn an auf dem Platz, Grillitsch, Pizarro und Lukimya nehmen dafür auf der Bank Platz.

Bei den Gästen aus Stuttgart gibt's nach dem 1:4 gegen Dortmund zwei Veränderungen. Jürgen Kramny kann wieder auf Die setzen, außerdem kehrt Sunjic in die erste Elf zurück. Niedermeier und Maxim bleiben draußen.

11.: Gentner sieht, dass Schwaab auf rechts startet und setzt den Außenverteidiger aus der eigenen Hälfte mit einem schönen, weiten Ball in Szene. Schwaab zieht in die Mitte, sein Abschluss im Fallen rechts aus dem Strafraum klärt Wiedwald mit den Fingerspitzen!

15.: Werder kriegt die Kugel nach einer Ecke nicht weg, von links segelt eine VfB-Flanke an den Fünfer - die Wiedwald völlig unterschätzt! Der Keeper boxt ins Leere, Baumgartl hat das komplett leere Tor vor sich, köpft aus dem Gewühl aber knapp daneben...

22.: Schöne Stuttgarter Kombination über rechts! Von rechts gibt der Serbe flach an den Fünfer, wo Werner völlig blank am kurzen Pfosten die Kugel nicht trifft!

33., 1:0, Rupp: Gebre Selassie springt auf links unter einem weiten Ball durch, den Kostic noch vor Grundlinie hoch in den Rückraum bringen kann. Am langen Pfosten kommt Rupp angerauscht, nimmt die Pille stark an und zimmert das Ding aus acht Metern unter die Latte.

59.: Die VfB-Defensive ist ungeordnet, weshalb Ujah einen Ball per Seitfallzieher aus wenigen Metern auf die Kiste donnern darf - doch Tyton ist da und klärt mit einem sensationellen Reflex mit einer Hand!

71., 1:1, Ujah: Dusel, Dusel, Dusel! Ein Distanzschuss von Kapitän Fritz bleibt so an Sunjic' Bein hängen, dass der Ball perfekt Ujah am Fünfer vor die Füße fällt. Tyton war bereits auf dem Weg in die andere Ecke, der Stürmer muss ihn nur rein schieben.

85.: Woah! Irgendwie wühlte sich Öztunali im Sechzehner durch und zimmert das Leder aus zehn Metern an die Latte!

Fazit: In einer durchwachsenen Bundesligapartie sichern sich die Bremer dank einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei einen verdienten Zähler gegen zu stark abbauende Stuttgarter.

Der Star des Spiels: Geoffroy Serey Die mit einer unglaublich präsenten Vorstellung im defensiven Mittelfeld. Hatte die meisten Ballaktionen auf dem Feld (80), spielte die meisten Pässe und glänzte mit Quoten jenseits der 90 Prozent. Auch in den Zweikämpfen stark und mit den meisten VfB-Tacklings auf dem Platz.

Der Flop des Spiels: Alejandro Galvez war der Unsicherheitsfaktor in der Werder-Defensive. Gewann gerade einmal knapp 40 Prozent seiner Zweikämpfe, war äußerst wacklig im Passspiel und leistete sich ganze 14 Ballverluste.

Der Schiedsrichter: Florian Meyer übersah nach einer knappen halben Stunde ein klares Foul von Baumgartl an Ujah, für das es Elfmeter für Werder hätte geben müssen. Die Gelbe Karte gegen Kostic (49.) war zu hart, ansonsten ohne weitere Fehler.

Das fiel auf:

  • In der fahrigen Partie auf technisch überschaubarem Niveau war es der VfB, der nach einer hektischen Anfangsphase die Kontrolle an sich riss und den Ton angab.
  • Die Stuttgarter im 4-1-4-1 zu Beginn mit großen Problemen, eine wirkliche Bindung zwischen den Mannschaftsblöcken herzustellen und dadurch immer wieder zu weiten Bällen gezwungen.
  • Was anfangs ein Problem war, entwickelte sich ob der schwach verteidigenden Außen von Bremen und den schnellen VfB-Angreifern im Laufe der Partie zur echten Waffe. Auch Didavi, der sich nach und nach immer öfter fallen ließ, sorgte für eine gesündere Balance.
  • Die Bremer indes zunächst mit einem erschreckend schwachen Vortrag, vor allem in der Offensive. Genau einen Schuss Richtung VfB-Gehäuse brachten die Bremer in den ersten 45 Minuten zustande, die geprägt waren von schlampigen Angriffen und ziellosen, weiten Schlägen. Erst nach Wiederanpfiff und vor allem vom Ausgleich beflügelt brachten die Norddeutschen einen Tick Struktur und Tempo in ihre Angriffsbemühungen.
  • Trotz intensivem Standardtraining unter der Woche bleiben die Ecken der Bremer extrem harmlos. Auch diverse Varianten erzeugten bei ruhenden Bällen keine Gefahr.

Stuttgart - Bremen: Die Statistik zum Spiel

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