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Fussball

Nur Rowdys bereiten VfB Probleme

SID
Diese Szenen im Suttgarter Fan-Block sorgten für Ärger
© Getty

Als Sturm-Hoffnung Julian Schieber den VfB Stuttgart mit seinem ersten Doppelpack aus der Krise geführt hatte, genoss er die Ovationen der Fans und eine Umarmung von Trainer Markus Babbel.

"Ich habe gezeigt, dass ich da bin, wenn man mich braucht", sagte der 20-Jährige nach dem 3:0 (2:0) bei Eintracht Frankfurt und dem Befreiungsschlag in der Bundesliga.

Doch Ansprüche stellte Schieber vor dem nächsten wichtigen Spiel am Dienstag in der Champions League bei Unirea Urziceni nicht: "Ob ich spiele, muss der Trainer entscheiden."

Babbel war erleichtert und fand für Schieber nur lobende Worte. "'Er dankt unser Vertrauen mit Leistung. Er hat große Fähigkeiten, die weiter geschliffen werden müssen", sagte Babbel, warnte aber vor zu hohen Erwartungen an den U21-Nationalstürmer: "Er ist kein Ersatz für Mario Gomez."

Schieber darf auf Champions-League-Einsatz hoffen

Ob Schieber, der den VfB schon beim 3:1 im DFB-Pokal bei Viertligist VfB Lübeck in die Verlängerung gerettet hatte, auf einen Einsatz in Europas Königsklasse hoffen darf, ließ Babbel offen und hielt es wie Rudi Carrel: "Lass dich überraschen."

In Frankfurt hatte Babbel erneut viel gewagt, seine Startelf auf sechs Positionen verändert und Schieber den Vorzug vor Cacau und Pawel Pogrebnjak gegeben. "Ich bin ja nicht dumm und betreibe kein Harakiri. Mir war klar, dass wir frische Leute brauchten", begründete der 37-Jährige seine erneute Rotation.

Überbewerten wollte er den Sieg aber nicht: "Wir waren vorher nie in Panik und werden jetzt genausowenig nicht in Euphorie ausbrechen." Manager Horst Heldt sprach zwar von einem "eindrucksvollen Sieg", wollte von einer Wende zum Guten aber noch nichts wissen.

"Hitz" bremst Erwartungen

Auch der wiedererstarkte Kapitän Thomas Hitzlsperger, der mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 3:0-Endstand traf (54.), hielt sich mit optimistischen Prognosen zurück: "Wir müssen abwarten, wo der Weg hinführt."

Immerhin zeigte die Mannschaft, in die Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann nach seiner Suspendierung zwischen die Pfosten zurückgekehrt war, nach einem internen Gespräch ohne Babbel eine deutliche Leistungssteigerung.

Begünstigt wurde der Erfolg aber auch durch die Rote Karte gegen Eintracht-Innenverteidiger Marco Russ, der nach einer Notbremse gegen Nationalspieler Sami Khedira von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) die Rote Karte (33.) gezeigt bekam.

Skibbe: "VfB-Sieg hochverdient"

Bei der Eintracht nahm Trainer Michael Skibbe die erste Niederlage im neunten Pflichtspiel unter seiner Regie mit Fassung. "Wir waren diesmal von Beginn an nicht richtig auf dem Platz. Der Sieg für den VfB war hochverdient", analysierte Skibbe treffend.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen war sichtlich bedient. "Die Spieler waren von der ersten Minute an wie paralysiert", sagte Bruchhagen und sprach von einer "deprimierenden Niederlage".

Babbel hofft auf Stadionverbot für Stuttgarter Rowdys

Überschattet wurde die Partie von Stuttgarter Rowdys, die in der Schlussphase Feuerwerkskörper zündeten. Hitzlsperger und Babbel beruhigten die Situation.

Nach dem Schlusspfiff fand Babbel bei Sky deutliche Worte: "So ein Verhalten einiger weniger Idioten kann man nicht akzeptieren. Ich hoffe, dass diese Männer entdeckt werden und sie auf immer und ewig Stadionverbot bekommen."

Frankfurt - Stuttgart: Daten zum Spiel

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