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Fussball

FC Bayern - Lothar Matthäus legt nach Konter von Hasan Salihamidzic nach: "Hätte er das mal bei Süle gemacht"

Von Marcus Blumberg
Lothar Matthäus wurde 1991 Weltfußballer.

Im anhaltenden Diskurs zwischen TV-Experte Lothar Matthäus und Sportvorstand Hasan Salihamidzic vom FC Bayern hat der Rekordnationalspieler nun erneut nachgelegt.

Am vergangenen Mittwoch ließ Salihamidzic bei DAZN wissen, dass ihm Matthäus' Kritik am FC Bayern und dessen Spielern egal sei: "Was Lothar sagt, ist mir vollkommen wurscht."

Matthäus reagierte nun auf die Aussagen seines früheren Mitspielers bei den Münchnern in der Talkshow "Sky90" des Pay-TV-Senders Sky. Matthäus erklärte: "Wenn die Spieler nicht performen, muss ich das Kind in meinem Job beim Namen nennen. Natürlich gönne ich dem FC Bayern Erfolg, ich habe zwölf Jahre für den Verein gespielt, aber er wird nicht in Watte gepackt."

Doch speziell die Tatsache, dass Salihamidzic Kritik am französischen Abwehrspieler Dayot Upamecano aus Matthäus' Sicht zu vehement abblocke, störe den 150-maligen Nationalspieler: "Hätte er das mal bei Süle gemacht, dann hätte der Spieler vielleicht bei Bayern unterschrieben. Süle ist nie so in Schutz genommen worden wie jetzt Upamecano, aber den hat er ja nicht geholt."

Matthäus brachte jedoch auch Verständnis für Salihamidzics Haltung auf: "Die Spieler und Hasan müssen mit der Kritik umgehen können, aber ich verstehe ihn auch. Er schützt die Spieler und seine Einkaufspolitik."

Bei Bild-TV gab Matthäus noch weitere Einblicke in die Personalie Süle: "Bei ihm geht es nicht um Geld oder Ähnliches. Das weiß ich. Niklas hat sich von den Offiziellen nie geliebt gefühlt. Auch ein hart gesottener Fußball-Profi braucht mal eine Umarmung. Als es zum Beispiel um Süles Gewicht ging, da hat sich niemals ein Salihamidzic vor ihn gestellt und auch mal die Medien attackiert."

Und das habe Süle nicht verdient, denn "er hat immer eine gute Leistung gebracht, keine sehr gute aber eine gute. Und er ist Nationalmannschaftsspieler und sehr beliebt im Team. Mit ihm hat man einen Sympathieträger verloren. Dazu einen guten und ehrlichen Charakter".

Matthäus: Keine Schonfrist mehr für Upamecano und Hernandez

Doch speziell bei den in Salihamidzics Amtszeit getätigten Transfers von Lucas Hernandez und eben Upamecano stimme "das Preis-Leistungs-Verhältnis zum jetzigen Zeitpunkt nicht". Daher könne Matthäus "den Spielern keine Schonfrist mehr geben".

Anfang der Woche hatte Matthäus bei einem Sponsoren-Event infolge der 2:4-Niederlage der Münchner beim VfL Bochum bereits die Leistungen der beiden Franzosen kritisiert: "Das sind teure Spieler, da erwartet man mehr. Upamecano hat schon einige Fehler gemacht, er wirkt wie ein Fremdkörper." Salihamidzic konterte schließlich im Vorfeld des Achtelfinal-Hinspiels der Champions League bei Red Bull Salzburg (1:1).

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