Cookie-Einstellungen
Fussball

Pro und Contra zur Pokal-Klatsche des FC Bayern: Kann die Bundesliga doch noch spannend werden?

Der FC Bayern kassierte am Niederrhein eine historische Pleite.

Borussia Mönchengladbach hat beim 5:0 gegen den FC Bayern München in der zweiten DFB-Pokalrunde eindrucksvoll gezeigt, dass und wo der Serienmeister verwundbar ist. Könnte der Titelkampf in der Bundesliga doch wieder spannend werden? Das Pro und Contra.

Pro: Die Pokalpleite der Bayern ist eine gute Nachricht für die Liga

von Philipp Schmidt

Zugegeben: Es gibt nur wenige Fußballklubs auf diesem Planeten, die bekannter dafür sind, sich nach Rückschlägen kurz zu schütteln und zum gnadenlosen Konter anzusetzen als der FC Bayern. Für das, was sich am Mittwochabend im Borussia-Park zutrug, muss allerdings weit in die Vergangenheit geblickt werden, um einen adäquaten Vergleich zu finden.

Dies bezieht sich nicht nur auf die von der Mannschaft dargebotene Nicht-Leistung auf dem Rasen, sondern ebenso auf die völlige Ratlosigkeit, die nach der Partie an den Mikrofonen zum Ausdruck kam. "So ein kollektives Versagen einer Bayern-Mannschaft in einem K.o.-Spiel habe ich selber noch nicht erlebt", sagte mit Thomas Müller einer, der ja bekanntlich schon so einiges gesehen hat. "Es ist schwierig zu fassen, wenn ich ehrlich bin. Wir sind von uns anderes gewohnt."

Bis Freitag, 15 Uhr, könnt Ihr Hier abstimmen, ob die Bayern-Klatsche gut für die Bundesliga war (App-User gelangen hier zum Voting).

Der FCB sei "in der ersten Halbzeit von A bis Z zerpflückt" worden, auch Begriffe wie "Schmach" und "katastrophal" fielen. Eine klare Kampfansage für die kommenden Partien ließ das Bayern-Urgestein vermissen und meinte fast schon demütig: "Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wie wir nach so einem Spiel reagieren."

Die Ursachenforschung scheint folglich schwer, trotz Platz eins in der Bundesliga und makelloser Bilanz in der Champions League gibt es Anzeichen dafür, dass die nationale Konkurrenz auf die ein oder andere Schwäche des Rekordmeisters hoffen kann. Nicht von Ungefähr kam es, dass Gladbach-Manager Max Eberl von einem schönen Tag für Fußball-Deutschland und einem Bayern-Team sprach, das "ein bisschen ratlos" war. Der FC Bayern in einer gefährlichen Situation?

FC Bayern "nur Menschen" - Hoffnung für Fußball-Deutschland

Auch die Bayern seien "nur Menschen", erklärte Jonas Hofmann und bezog sich damit auf den frühen 0:3-Rückstand der Gäste, nachdem es bei den Münchnern "gerattert" habe. Diese Aussage lässt sich aber ebenso auf die außersportlichen Schauplätze beziehen, die Joshua Kimmich (Nicht-Impfung), Lucas Hernandez (Gerichtsverfahren) oder auch Julian Nagelsmann (Corona-Infektion) dieser Tage beschäftig(t)en. "Viele Geschichten", wie auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic zugab, dies aber nicht als Ausrede gelten lassen wollte.

Einen Ansatzpunkt für die höchste Pleite der Münchner Pokal-Geschichte und das erste Spiel ohne eigenen Torerfolg seit Februar 2020 bietet auch das eingesetzte Personal. Obwohl sich der FCB inmitten zahlloser englischer Wochen befindet, entschied sich das Trainerteam dagegen, Vielspielern wie Joshua Kimmich, Thomas Müller oder Dayot Upamecano eine Pause zu gönnen - kein Zeichen für eine allzu hohe Wertschätzung für hochwertige Alternativen wie Jamal Musiala, Marcel Sabitzer oder Tanguy Nianzou und ein Beleg für den doch so großen Kader.

Stattdessen wirkten einige Akteure überspielt, insbesondere Neuzugang Upamecano stand völlig neben sich, sodass ihm sogar Salihamidzic im Nachgang "unerklärliche" Aussetzer attestierte. Ausgewechselt wurde er dennoch erst (zu) spät. Auch das Verhalten des eingewechselten Kingsley Coman, der in der Fohlen-Kabine die Konfrontation mit Gladbachs Ramy Bensebaini suchen wollte, befeuert den Optimismus all jener, die einen kleinen Durchhänger beim Serienmeister herbeisehnen.

Und schon am Samstag steht das schwere Auswärtsspiel bei Union Berlin an, gefolgt vom Rückspiel in der Königsklasse gegen Benfica am Dienstag.

 

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung