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Fussball

Joshua Kimmich verlängert beim FC Bayern München: Fünf Fragen und Antworten

Joshua Kimmich hat seinen Vertrag beim FC Bayern München um zwei weitere Jahre bis 2025 verlängert. SPOX und Goal beantworten fünf Fragen zu dem Coup des Rekordmeisters mit dem Leistungsträger.

1. Wie haben sich Kimmich und der FC Bayern geeinigt?

Der Nationalspieler sorgte für ein Novum beim FCB der Neuzeit, indem er seinen neuen Vertrag ohne Berater aushandelte und sich selbst mit CEO Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic an einen Tisch setzte. Erst nach dem Abschluss der Gespräche zog Kimmich einen Anwalt zu Rate, um sich juristisch abzusichern und den Vertragsentwurf prüfen zu lassen.

Der Mittelfeldspieler, der sich im Frühjahr von seinem langjährigen Manager Uli Ferber getrennt hatte, tat es Kevin de Bruyne gleich. Der Belgier verlängerte vor kurzem ebenfalls weitestgehend eigenständig seinen Vertrag bei Manchester City - ebenfalls bis 2025.

"Bei der letzten Vertragsverlängerung hatte ich kein perfektes Gefühl", verriet Kimmich am Montag. "Also habe ich mir danach gesagt, dass ich mich in Zukunft selbst darum kümmern möchte. Mir war es wichtig, dass ich selbst mit dem Verein spreche und weiß, was in den Gesprächen passiert - und mir niemand irgendwelche Versprechungen macht und Dinge nach außen dringen."

Kahn äußerte sich voll des Lobes zur Haltung des 26-Jährigen: "Was seine Verhandlungsqualitäten anbelangt, ist er wie als Spieler. Er hat genau gewusst, was er will, worauf er Wert legt. Das zeigt, dass er Verantwortung übernimmt, auch für sich selbst."

2. Welche Vereine haben sich mit Kimmich beschäftigt?

Konkrete Gespräche mit anderen Vereinen gab es nicht. Er habe sich auch gar nicht mit Anfragen auseinandergesetzt, versicherte Kimmich nach der Verkündung seiner Vertragsverlängerung.

Gleichwohl haben sich logischerweise einige europäische Schwergewichte in den vergangenen Monaten mit der Personalie Kimmich beschäftigt. Nach Informationen von SPOX und Goal allen voran Real Madrid. Die Königlichen machten sich Hoffnungen, Kimmich nach dem Vorbild David Alaba im Sommer 2023 ablösefrei in die spanische Hauptstadt zu lotsen - passend zum Vertragsende von Mittelfeldregisseur Toni Kroos (31).

Diese Hoffnungen sind mit Kimmichs Verlängerung nun zunichte - was nicht heißt, dass Kimmich am Ende seines neuen Vertrags nicht mehr interessant für Real wäre. Es ist kein Geheimnis, dass ihn das Ausland - speziell Spanien - reizt. Allerdings muss in diesem Fall alles passen.

Kimmich entschied sich nach eigenen Angaben nämlich auch deshalb für einen Verbleib in München, weil er sich privat dort wohl fühle und viele Freunde in der Mannschaft gefunden habe.

3. Warum hat Kimmich "nur" für zwei weitere Jahre unterschrieben?

2025 ist Kimmich 30. In diesem Alter bietet sich meist noch einmal die Chance auf einen letzten großen Vertrag. Nur logisch, dass er sich für eine Verlängerung um zwei statt wie anfangs angenommen um drei Jahre entschieden hat. Zumal Kimmich sich so zumindest die Option offenhält, nach seiner Zeit beim FC Bayern auch für einen großen internationalen Top-Klub zu spielen.

Als titelhungriger Spieler hat für Kimmich auch die Zusammenstellung der Mannschaft in den kommenden Jahren Priorität. Vor allem dann, wenn unverzichtbare Leistungsträger wie Manuel Neuer (35), Robert Lewandowski (33) und Thomas Müller (31) ihre Zelte an der Säbener Straße abbrechen.

"Natürlich macht man sich Gedanken, wo steht man, wo möchte man hin und wo ist die Chance am größten, in den nächsten Jahren die Champions League zu gewinnen", so Kimmich. "Ich sehe sehr großes Potenzial in unserem Kader. Andere Vereine in Europa geben sehr viel Geld aus, trotzdem sehe ich es nicht, dass sie uns abhängen. Mit dem Gesamtpaket bin ich hier am besten aufgehoben."

Dieses Gesamtpaket gilt es in drei bis vier Jahren erneut zu bewerten.

4. Wie viel verdient Kimmich nach seiner Verlängerung?

Ein genauer Betrag ist nicht bekannt. Sicher ist nur, dass Kimmich mit seiner Unterschrift in die 20-Millionen-Region aufsteigt, in der sich auch Manuel Neuer und Thomas Müller befinden. An Robert Lewandowski, der knapp darüber liegt, gibt es beim FC Bayern weiterhin kein Vorbeikommen.

So oder so: Der neue Vertrag ist aus finanzieller Sicht ein echter Coup für Kimmich, der zuvor knapp zehn Millionen Euro verdient haben soll. Gut für ihn: Er spart sich hohe Beraterkosten. In der Regel bekommen Spielerberater in Deutschland sieben bis zwölf Prozent des Brutto-Jahresgehalts ihrer Klienten.

5. Wer verlängert nach Kimmich beim FC Bayern?

Leon Goretzka. Der Mittelfeldpartner von Kimmich ist sich nach Informationen von SPOX und Goal über eine Verlängerung einig. Der Vertrag - voraussichtlich ebenfalls bis 2025 oder sogar 2026 gültig - soll in den nächsten Tagen aufgesetzt und unterschrieben werden.

"Ich hoffe, dass ich der Erste war von noch weiteren folgenden Vertragsverlängerungen", sagte Kimmich am Montag. "Es geht nicht immer nur darum, Spieler zu kaufen, sondern auch, dass Spieler verlängern. Wir haben eine ganz besondere Mannschaft. Leon ist für uns als Mannschaft und auch für mich als Freund sehr wichtig. Ich würde mir wünschen, dass er nachzieht und wir noch lange zusammen beim FC Bayern spielen."

Wer könnte noch nachziehen? Niklas Süle, wie Kimmich und Goretzka Jahrgang 1995, ist wieder ein Kandidat auf eine Verlängerung. Ein Abschied des Innenverteidigers aus München ist zumindest in diesem Sommer kein Thema mehr. Sein aktuelles Arbeitspapier gilt - wie das von Goretzka - nur noch bis 2022.

FC Bayern München: Joshua Kimmichs Positionen

PositionSpieleToreVorlagen
Rechter Verteidiger107939
Defensives Mittelfeld991232
Zentrales Mittelfeld2872
Innenverteidiger222-
Rechtes Mittelfeld4--
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