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Fussball

FC Bayern München will Julian Nagelsmann - Bitte um Freigabe bei RB Leipzig hinterlegt?

Von Kerry Hau und Philipp Schmidt

Der FC Bayern München hat offiziell sein Interesse an einer Verpflichtung von Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann hinterlegt. Entsprechende Medienberichte decken sich mit Informationen von SPOX und Goal. Eine Entscheidung soll noch diese Woche fallen. Nach kicker-Informationen habe Nagelsmann die Sachsen gar schon um eine Vertragsauflösung gebeten.

Ein solcher Betrag wurde bisher im Weltfußball für keinen Trainer gezahlt: RB will den bis 2023 unter Vertrag stehenden Nagelsmann nach Informationen von SPOX und Goal nur gegen eine Ablöse von 25 bis 30 Millionen Euro ziehen lassen.

Sowohl Leipzig als auch Nagelsmann streben eine Entscheidung bis zum Ende der Woche an, sie wollen das Thema alsbald vom Tisch haben. Dabei soll Nagelsmann nach kicker-Informationen bereits Nägel mit Köpfen gemacht und die Leipziger Vereinsführung um eine Auflösung seines Vertrags zum Saisonende gebeten haben.

Vor dem Sieg der Leipziger am Sonntag gegen Stuttgart wollte sich weder RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff noch Sportdirektor Markus Krösche den Reporterfragen stellen. Auf Nachfrage bei Nagelsmann, ob es denn eine neue Entwicklung gebe, erklärte dieser süffisant: "Vielleicht gibt es ja eine neue Currywurst, und sie sind deswegen gerade nicht da."

In der Bild am Sonntag hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge noch erklärt, dass in den kommenden Tagen Gespräche aufgenommen werden, in die auch der derzeitige Trainer Hansi Flick involviert ist. Dieser hat um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags gebeten. "Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist." Immerhin spreche man "von einem Trainer, der mit uns Historisches erreicht hat und mit dessen Arbeit wir sehr glücklich sind".

FC Bayern will Ablöse für Flick - DFB schließt Zahlung aus

Flick könnte nach der Europameisterschaft Joachim Löw als Trainer der deutschen Nationalmannschaft beerben, dessen Zeit beim DFB nach 15 Jahren endet. Da der Verband jedoch erklärt hat, mit keinem Nachfolgekandidaten Kontakt aufzunehmen, der noch bei einem Klub unter Vertrag steht, müsste sich Flick zuvor mit dem FC Bayern auf eine Trennung einigen. Ablösefrei will der FCB seinen Erfolgstrainer nach Informationen von SPOX und Goal aber nicht ziehen lassen, mit den Einnahmen könnte Nagelsmann zumindest in Teilen gegenfinanziert werden.

Der DFB schloss die Zahlung einer Ablösesumme jedoch noch am Sonntagabend in Person von Vizepräsident Rainer Koch aus. "Der DFB wird keine Ablösesummen zahlen, weil er noch nie Ablösesummen gezahlt hat und weil er als gemeinnütziger Verband im Übrigen sich schwer tut, dies zu tun", stellte Koch in der Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Rundfunk klar.

"Da würde ich aus meiner Position als erster Mann des Amateurfußballs entschieden widersprechen. Der DFB hat ja nicht unendlich viel Geld", erklärte Koch, der es als "unmoralisch" bezeichnete, wenn der DFB 30 Millionen Euro bezahlen müsse, die dann an anderer Stelle im Budget fehlten

Bereits in der vergangenen Woche hatte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus klargestellt, dass es Kontakt zwischen dem FC Bayern und den Vertretern von Nagelsmann gegeben habe. "Natürlich hat man nicht direkt mit Julian Nagelsmann telefoniert, sondern mit seiner Seite Gespräche aufgenommen. Ich glaube und ich bin überzeugt davon, dass Julian Nagelsmann der Nachfolger von Hansi Flick wird", sagte er bei Sky. Einen Plan B zu Nagelsmann haben die Münchner bislang nicht.

Julian Nagelsmann: Die bisherigen Stationen des RB-Trainers

VereinZeitraumSpielePunkteschnitt
RB Leipzigseit 2019902,00
TSG Hoffenheim2016-20191361,53
TSG Hoffenheim U192013-2016732,27
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