Fussball

U2-Sänger Bono: "Dr. Rock" Müller-Wohlfahrt "hat mir den Arsch gerettet"

SID
Bono ist der Leadsänger von U2.

U2-Sänger Bono hat Bayern Münchens langjährigen Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in den höchsten Tönen gelobt - natürlich in den drastischen Worten eines Rockstars.

"Ich könnte ganz sicher nicht mehr so über die Stadionbühnen dieser Welt springen, wenn ich den Doc nicht kennengelernt hätte. Ich drücke es ganz einfach aus: Müller-Wohlfahrt hat mir den Arsch gerettet. Buchstäblich", sagte der 60-Jährige zum Abschied des Mediziners beim deutschen Rekordmeister.

"Ich kam zu ihm mit Schmerzen in meinem verlängerten Rücken - und er konnte mir helfen. Seitdem trage ich praktisch einen Stempel 'Made in Germany' auf meinem Hintern", führte Bono auf der Vereinswebsite weiter aus. Und sollte er "eines Tages mal ein Lied über Müller-Wohlfahrt schreiben, wäre der Titel klar: 'Dr. Rock'. Ich glaube nicht, dass ich schon einmal eine solche Kombination aus Instinkt und Intellekt, Gefühl und Empirie erlebt habe."

Müller-Wohlfahrt: Usain Bolt adelt Müller-Wohlfahrt

Auch Sprint-König Usain Bolt würdigte den "Doc", der bei den Bayern nach über 40 Jahren aufhört. Der 77-Jährige habe "einen entscheidenden Anteil an meiner Karriere. Ich war vom ersten Moment an beeindruckt von seiner positiven Energie, er strahlt eine belebende Begeisterung aus. Ohne ihn hätte ich niemals so viele Erfolge und Medaillen feiern können", sagte Weltrekordler Bolt (33).

Spitznamen gab es für Müller-Wohlfahrt, viele Jahre auch Arzt der Nationalmannschaft, einige. Am besten gefiele ihm aber "Dr. Feelgood", erzählte er nun: "Das stammte von Linford Christie. Wenn du bei Müller-Wohlfahrt aus der Praxis herauskommst, fühlst du dich schon wie ein Sieger, sagte er. Das machte die Runde."

Der Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin begann in der Bundesliga bei Hertha BSC und wechselte 1977 zum FC Bayern. 2008 hatte sich Müller-Wohlfahrt nach Differenzen mit dem damaligen Coach Jürgen Klinsmann freistellen lassen, auch mit Pep Guardiola war es 2015 zu einem Zerwürfnis gekommen.

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