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Fussball

Bundesliga: Über Frankfurt nach Katar? Mario Götze und sein langer Weg zurück

SID
Mario Götze

Mario Götze wechselt zu Eintracht Frankfurt. Mit der Rückkehr in die Heimat steigen auch die Erwartungen an den Weltmeister von 2014.

Mit einem breiten Lächeln hielt Mario Götze das weiße Trikot mit seinem Namen und der "2025" in die Kamera. Und auch die ersten Worte des ewigen WM-Helden nach seiner aufsehenerregenden Bundesliga-Rückkehr unterstrichen seine Begeisterung. "Ich freue mich wahnsinnig auf Eintracht Frankfurt", sagte der 30-Jährige. Die Hessen feierten sich entsprechend selbst für ihren Coup.

"Ihr wolltet ihn. Da habt ihr ihn!", schrieb der Europa-League-Sieger im Netz. Sportvorstand Markus Krösche berichtete stolz, Götze habe "zahlreiche Angebote" ausgeschlagen und sich "voller Überzeugung" entschieden. Dies, betonte er, spreche "für das herausragende Image, das sich der Klub in den vergangenen Jahren erarbeitet hat".

Götze, der einen Dreijahresvertrag erhält, ist mit rund drei Millionen Euro Ablöse ein Schnäppchen - und schmückt neben der Eintracht die ganze Liga. Obwohl er das Versprechen, das er als Teenager war, trotz seines historischen Finaltors nie ganz einzulösen vermochte.

"Über die fußballerischen Qualitäten muss ich nicht viele Worte verlieren. Ein Spielertyp wie er hat uns bisher gefehlt", meinte Krösche. Er schwärmte von "technischen Fähigkeiten", Variabilität und "langjähriger Erfahrung auf internationalem Topniveau".

Götze gab die Blumen nach seiner Unterschrift, die er ebenfalls mit einem Lächeln leistete, zurück. "Dieser Verein hat eine außergewöhnliche Entwicklung genommen und hat einen spannenden und ambitionierten Weg eingeschlagen, auf dem ich den Klub nun begleiten darf", sagte er. Vom Stadion über die Fans bis zur Stadt passe in Frankfurt "einfach alles zu mir". Außerdem freue er sich "total auf meine Rückkehr" in die Heimat, wo er mit seiner Familie nach dem Wechsel zur PSV Eindhoven 2020 in Düsseldorf wohnen blieb.

Mario Götze für Hansi Flick wieder sichtbarer

Für Götze geht es nicht mehr darum, der Welt zu zeigen, dass er besser als Lionel Messi sei, wie Bundestrainer Joachim Löw dem Joker in Rio zuflüsterte. Doch Medien, Experten und wohl auch Götze selbst wollen wissen, ob er noch auf der größten aller Bühnen glänzen kann - dass die Eintracht in der Champions League spielt, war für sein Ja-Wort mitentscheidend.

Götze sieht in der Eintracht den nächsten Schritt auf dem Weg zurück nach oben. Dafür machte er Zugeständnisse, entschied sich wohl gegen möglicherweise noch bessere Konditionen bei Benfica Lissabon und für rund drei Millionen Euro Sockelgehalt.

Auch auf dem Radar von Bundestrainer Hansi Flick wird er wieder sichtbarer. Vielleicht reicht es mit Top-Leistungen trotz des offensiven Überangebots für den Bundestrainer in der Offensive noch für die Katar-WM. Rund viereinhalb Jahre ist Götzes letztes Länderspiel her, während der 13. Juli 2014 Ewigkeiten zurückzuliegen scheint.

Diese 113. Minute, dieser Moment, als er für eine Ballberührung wirklich besser als Messi war - und Deutschland zum Titel schoss. Jener glückselige Augenblick wog im Nachhinein so tonnenschwer, dass die Erwartungen ihn erdrückten. Nie wieder war Götze so gut wie als Teenager bei Borussia Dortmund. Nicht beim FC Bayern, der 2013 37 Millionen Euro für ihn zahlte, nicht nach der Rückkehr zum BVB drei Jahre später für 22 Millionen.

Den Messi-Status erreichte das einstige Wunderkind nie - für die Eintracht soll er trotzdem zum Messias werden.

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